Indoor-Sportfieber in Berlin: Drei Sportarten im Vergleich

Es gibt vielfältige Indoor-Sportarten, die auch Anfänger zu echten Sportliebhabern werden lassen. Foto: fotolia.com - © Igor Mojzes
 
Ein bekanntes Zitat von Pilates besagt „Nach 10 Stunden spürst du den Unterschied, nach 20 Stunden siehst du den Unterschied und nach 30 Stunden hast du einen völlig neuen Körper!“ Joseph Pilates (1880 -1967) Foto: fotolia.com - © contrastwerkstatt
 
Im Gruppentraining lassen sich die einzelnen Yogapositionen einfacher lernen. Foto: fotolia.com - © WavebreakMediaMicro

Ob Joggen, Skaten oder Radfahren - Sport ist gut für die Gesundheit und das seelische Gleichgewicht. Doch bei diesem Sommer ist der ein oder andere geneigt, seinen Fuß nicht vor die Tür zu setzen. Draußen ist es oftmals einfach zu nass. Doch Berlin ist voll von sportlichen Indoor-Alternativen. Wer es mit seinem Workout ernst meint, kann hier viele Alternativen finden, sich weiter fit zu halten.

Training hält den Körper fit


Wie wäre es mit Street-Dance, Pilates oder Yoga? Auch wenn es für manche auf den ersten Blick nicht den Anschein hat, alle drei Dinge können dem Sport zugeordnet werden. Bei regelmäßigem Training werden die entsprechenden Muskelgruppen aufgebaut sowie Kondition und Ausdauer geschult. Wichtig dabei ist, dass jeder die Sportart für sich raussucht, die zu einem passt. Wer Wert darauf legt einen Traumkörper zu erhalten, sollte sich zudem im Vorfeld einen individuellen Trainingsplan erstellen oder erstellen lassen. In so einem Fall können dann ganz gezielt bestimmte Muskeln aufgebaut und auf persönliche Zielvorstellungen eingegangen werden. Wichtig, wie bei allen anderen Sportarten auch, ist dann regelmäßiges Training.

Um besser entscheiden zu können, welcher Indoor-Sport der richtige ist, werden hier einige vorgestellt, die auch für sportliche Anfänger geeignet sind. Als weiteren Schritt muss jeder die gewählte Sportart auch selbst ausprobieren. Nur dann lässt sich herausfinden, ob es wirklich passt. Nicht zuletzt kommt es auch auf das Umfeld an, ob der Sport Spaß macht oder nicht. Der richtige Trainer, die richtigen „Kollegen“, das richtige Ambiente und die richtige Atmosphäre gehören dazu, um auf Dauer Spaß zu haben und in seinem sportlichen Workout erfolgreich zu sein.

Street-Dance


Street Dance gehört mit Sicherheit zu den coolsten Sportarten überhaupt, die in Berlin angeboten werden. Dabei umfasst diese Sportart alle Tanzarten, die irgendwann auf der Straße entstanden sind. Von Hip-Hop über Break-Dance zu Free-Style. Die Bewegungen zur Musik sind rhythmisch und erfordern vollen Körpereinsatz. Von einfachen Schritten bis hin zu Spagat, Flick-Flacks oder dem Abrollen des Körpers nach Sprüngen, ist alles dabei. Dadurch ist Street-Dance sehr abwechslungsreich und spannend. Für gewöhnlich findet der Tanz mit anderen zusammen in Form einer Choreographie statt. Allerdings finden sich auch immer wieder Tänzer, die als Solist in Fußgängerzonen die Menschen in Atem halten.

Jemand der sich für Street-Dance entscheidet muss angstfrei sein und seinem Körper vertrauen. Er sollte auch nicht über starke körperliche Einschränkungen verfügen. Wichtig ist hier vor allem Kraft und Ausdauer. Beides wird mit der Zeit durch regelmäßiges Training erworben. Das Spiel mit dem eigenen Körper ist für Street-Dancer extrem reizvoll und für die Zuschauer oftmals faszinierend. Auch hier darf die Person nicht schüchtern sein, oder sich von Zuschauern zu sehr ablenken lassen. Denn nicht selten werden eingeübte Choreographien auch vor Publikum aufgeführt. – Ab einer gewissen Leistung, kann sich dann auch für die Berliner Streetdance-Meisterschaft beworben werden. Wer sich dort Einblick verschaffen möchte, sollte sich den 08. Und 09. Juli 2017 im Kalender eintragen. Dann findet nämlich die nächste Berliner Street-Dance Meisterschaft wieder statt. Wer auf der Seite etwas weiter klickt, kann sich auch das entsprechende Video zur diesjährigen Meisterschaft anschauen.

Für alle, die wissen möchten, wo in Berlin es die Möglichkeit für Street-Dance-Trainings gibt, ist hier ein kleiner Ausschnitt:

• Tanzalex

Diese Tanzschule in Berlin Steglitz bietet verschiedene Kurse zu Hip-Hop, Free-Style, Breakdance und ähnlichem an. Die Angebote gelten für verschiedenste Altersklassen sowie auch für Neueinsteiger. Die Kosten belaufen sich je nach Mitgliedschaftsstatus auf 15 Euro für eine Unterrichtsstunde bis hin zu monatlich 75 Euro, für beliebig viele Unterrichtseinheiten. Wer möchte, kann hier auch erstmal an einer Schnupperstunde für 10 Euro teilnehmen.

• Die TU Berlin

An der TU Berlin werden immer wieder mal Kurse zum Street Dance angeboten. Diese laufen über mehrere Monate. Welche Einsteigerstufen jeweils aktuell angeboten werden kann auf der tu-sport.de-Seite eingesehen werden. Die Preise unterscheiden sich je nachdem, ob eine Person an der TU eingeschrieben, Angestellter oder Externer ist und liegen zwischen 20 und 40 euro.

• Creative Move Academy

Diese Tanzschule gibt Kurse in Tempelhof und auf dem Kurfürstendamm. Hiphop, Breakdance, Dancemix – alle für junge Menschen und auch Personen über 18. Für Hiphop/Streetdance finden auch ab und zu Workshops statt. Die Kosten betragen monatlich ab 38 Euro. Allerdings kann auch hier vorher eine kostengünstigere Probestunde genommen werden.

• Flying Steps Academy

Mit 32 Dozenten gehört diese Tanzschule in Kreuzberg zu den größten urbanen Tanzschulen Deutschlands. Die Betreiber der Tanzschule sind selber bereits mehrfache Weltmeister in Breakdance. Hier lohnt sich definitiv ein Blick auf die Webpage. Zudem gehört die Flying Steps Academy zu unseren Favoriten der Top 10 unter den Tanzschulen in Berlin.

Pilates


Pilates ist ein Ganzkörper-Trainingsprogramm. Es ist nach seinem Erfinder Joseph Hubertus Pilates benannt, der von 1883 bis 1967 lebte und sich mit der Bewegungslehre und speziell dem Körpertraining befasste. Er entwickelte für seine Klienten jeweils individuelle Trainingspläne. Diese dienten vorrangig der Kräftigung der Muskulatur.

Das Pilates-Training findet überwiegend auf der Matte oder speziell dafür entwickelten Geräten statt. Die Bewegungen sind immer sehr fließend. Die großen Muskelketten werden so trainiert, dass die Wirbelsäule in ihrer tragenden Funktion unterstützt wird. Laut Pilates ist die Wirbelsäule eines der zentralen Körperteile, die für die Beweglichkeit essentiell ist. „Man ist so alt, wie die Wirbelsäule beweglich ist“, soll er einst gesagt haben. Daher wird im Training einiges getan die Stabilität und Beweglichkeit der Wirbelsäule zu erhalten.

Pilates ist besonders gut für Personen geeignet, die bisher noch nicht so viel Sport gemacht haben und ihre Fitness langsam aufbauen möchten. Das Krafttraining findet in einer sehr ausgewogenen Form statt und ist auch individuell anpassbar. Zudem ist es ideal für Personen mit Rückenschmerzen. Durch die Übungen verbessert sich das Gefühl für den eigenen Körper. Die richtige aufrechte Haltung der Wirbelsäule und eine entspannte Haltung des Schulter-Nackenbereichs werden erlernt.

Als Gesundheitssport wird Pilates auch als Präventionsmaßnahme von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt. Werden Kurse mit zertifizierten Trainern besucht, kann damit einiges der entstehenden Kosten von der Kasse übernommen werden. Pilates-Studios in Berlin befinden sich über das ganze Stadtgebiet verteilt. Die Preise der dort angebotenen Kurse variieren zwischen 16 und 60 Euro für eine Einzelstunde und 120 bis 150 Euro für einer 10er Karte. Um einen Effekt zu spüren und sichtbare Auswirkungen auf den Körper wahrzunehmen, sollten allerdings 30 Stunden Training das Minimum sein.

Yoga


Yoga ist ursprünglich eine Lebenshaltung aus Indien und mittlerweile bei uns als Trendsport weit verbreitet. Es dient dazu Körper und Geist in Einklang zu bringen; Beweglichkeit, Kraft und Gesundheit zu fördern. Doch Yoga ist nicht gleich Yoga. Es gibt viele verschiedene Stilrichtungen wie Bikram-, Ashtanga-, Kundalini- oder Power-Yoga, um nur einige zu nennen. Letztendlich bedarf es auch hier des Ausprobierens, um zu schauen, welcher Yoga-Stil einem persönlich am meisten zusagt.

Für Anfänger ist das Power-Yoga gut geeignet. Dieses orientiert sich an den kraftvollen Übungen aus dem dynamisch fließenden Ashtanga-Yoga. Während im Ashtanga-Yoga jedoch auf eine feste Abfolge der Bewegungen geachtet wird, sind die Bewegungsabläufe beim Power-Yoga individuell nach eigenen Bedürfnissen bestimmbar. Die Bewegungsabläufe sind mit einer bewussten Atemtechnik verbunden, wodurch die Konzentration auf den eigenen Körper und die einzelnen Übungen gestärkt wird.

Power-Yoga eignet sich vor allem für Personen, die einen sanften Sport suchen, der Gleichzeitig Erholung und Entspannung bietet. Die einzelnen Übungen sind dabei nicht zu unterschätzen, sie erfordern teilweise einen hohen Kraftaufwand. Um die einzelnen Übungen korrekt durchzuführen, sollte sich gerade in der Anfangszeit ein Trainer genommen werden. Dieser kann eine falsche Haltung korrigieren und damit auch Verletzungen wie Verspannungen oder Zerrungen vorbeugen. Zudem hilft ein Trainer auch bei schwereren Übungen, die für Fortgeschrittene gedacht sind, wie den Adho Mukha Vrikshasana, dem Yoga-Handstand. Letztendlich wird jeder der regelmäßig sein Yoga-Training absolviert, die positive Auswirkung auf den eigenen Körper spüren - eine bessere Körperhaltung, eine erhöhte Fitness, Beweglichkeit und mehr Kraft. Wer Yoga gerne einmal ausprobieren möchte, findet in Berlin einige Anlaufstellen:

• Peace Yoga Berlin

Dieses Yogastudio befindet sich in Berlin-Kreuzberg. Es bietet eine helle, freundliche Atmosphäre. Der Trainer ist gleichzeitig Arzt und Sänger, es findet daher auch an einigen Tagen Mantren-Singen statt. Die Preise liegen für eine Einzelstunde zwischen 13 und 16 Euro. Monatliche Flatrates sind für 39 Euro bis 79 Euro erhältlich.

• Yogibar

Dieses yoga-Studio wird von einer Hatha-Yoga-Trainerin geleitet. Es befindet sich in Berlin-Friedrichshain, mit einem ruhigen und entspannten Ambiente. Der Unterricht verläuft sehr ruhig und bedacht. Die Preise liegen bei 14 Euro für eine Einzelstunde und zwischen 70 und 85 Euro für Flatrate-Preise.

• Yoga für dich

Ebenfalls in Friedrichshain, liegt das Studio von Victor Thieles. Hier wird hauptsächlich Power-Yoga angeboten. Die Kurse sprechen auch sportlichere Personen an. Die Location befindet sich in einer Fabrikloft, bei gutem Wetter wird auch die vorhandene Dachterrasse mitgenutzt. Die Einzelpreise liegen zwischen 7 und 15 Euro. Anfängerkurse bei 89 Euro. Selbstverständlich gibt es aber auch hier noch weiter Yoga-Studios in Berlin.


Bildquellen:

Fotolia.com ©Igor Mojzes (#112943613)
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