Schneckentempo für die Brücke: Ernststraßensteg wird erst 2019 saniert

Berlin: Ernststraßensteg |

Die Sanierung der so genannten Schneckenbrücke, die die Ernststraße in Borsigwalde und Tegel über Autobahn und Bahngleise verbindet, wird frühestens 2019 saniert.

Der CDU-Abgeordnete Tim-Christopher Zeelen hatte sich beim Senat nach dem Stand der Dinge in Sachen Schneckenbrücke erkundigt, die offiziell Ernststraßensteg heißt. Die kreisförmig in die Höhe geschraubte Fußgänger-Brücke aus dem Jahr 1983 gilt schon lange als sanierungsbedürftig und sollte eigentlich schon im abgelaufenen Jahr aufgerüstet werden.

Die Verzögerung erklärt Staatssekretär Jens-Holger-Kirchner (Bündnis 90/Die Grünen) von der Senatsverkehrsverwaltung mit „Prioritätenfestlegung und Personalengpässen“. Bisher liegt nur ein statisches Gutachten für die Lagerauswechslung vor. Neben des Auswechslung der Lager ist aber noch anderes erforderlich: Abdichtung und Korrosionsschutz müssen erneuert werden, ebenso Betonteile. Die von vielen Nutzern als unzureichend empfundene Beleuchtung wird allerdings nicht verbessert, was der Abgeordente Zeelen nicht verstehen kann.

Vandalismus erfolgreich eindämmen?

Immerhin soll der innere Korrosionsschutz heller werden, und auch die Aufgänge sollen, wie von der Initiative „I love Tegel“ angeregt, in Zusammenarbeit mit einem Reinickendorfer Kunstprojekt möglichst mit Rückgriff auf die Geschichte von Borsigwalde und Tegel attraktiver gestaltet werden. Damit könnte der vor allem in diesen Bereichen immer wieder festzustellende Vandalismus zurückgedrängt werden.

Der Halbmarathon, der schon mal wegen des Sanierungsbedarfs für die Brücke in Gefahr schien, dürfte aber weiter über sie verlaufen. Allerdings dürfen laut eines Gutachtens zur „Schwingungsanfälligkeit“ immer nur 24 Läufer gleichzeitig auf der Brücke sein. Nach Angaben Veranstalter, das sind die Vereine VfL Tegel, Ruderclub Tegel und VfB Hermsdorf, sind bei dem Lauf allerdings ohnehin nie mehr als 24 Sportler gleichzeitig auf der Brücke.

Die Einschränkung wird laut Staatssekretär Kirchner auch nach der Sanierung bestehen bleiben, da im Rahmen der Instandsetzung keine Änderungen am Haupttragsystem geplant seien.
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