Ehemaliges Kasernengelände soll verdichtet werden

Bislang wird das ehemalige preußische Kasernengelände an der General-Pape-Straße überwiegend gewerblich und teilweise für Wohn- und kulturelle Zwecke genutzt. (Foto: HDK)
Berlin: General-Pape-Straße |

Tempelhof. In der Diskussion um die Unterbringung von Flüchtlingen wird immer öfter das ehemalige Kasernengelände an der General-Pape-Straße ins Gespräch gebracht. Aktuell wird das Gebiet überwiegend gewerblich und teilweise für Wohn- und kulturelle Zwecke genutzt.

Bereits Mitte 2013 hatte die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) beschlossen, dass das Bezirksamt aufgrund der erhöhten Nachfrage Wohnungsbaupotenziale auf größeren Arealen maßvoll ausnutzen solle, unter anderem auch auf dem ehemaligen preußischen Kasernengelände. 2015 hat das Stadtentwicklungsamt dann eine städtebauliche Untersuchung zur Weiterentwicklung des Gebiets in Auftrag gegeben. Mit dem Ergebnis, dass die aktuelle Mischung aus überwiegend gewerblicher sowie teilweiser Wohn- und kultureller Nutzung gut funktioniert. Aus gutachterlicher Sicht und gemessen an seiner günstigen Lage direkt am Bahnhof Südkreuz ist das Gelände dennoch untergenutzt und weist ganz offensichtliche städtebauliche Mängel auf. Bei der Neuordnung des Gebiets soll die denkmalgeschützte städtebauliche Struktur des ehemaligen Kasernengeländes aufgegriffen und mit zusätzlichen baulichen Entwicklungsmöglichkeiten ergänzt werden. Aus städtebaulichen, stadthistorischen und Denkmalschutzgründen sollen die ehemaligen Exerzierplätze als Freiflächen erhalten beziehungsweise weiterentwickelt werden. Das Gelände soll für Fußgägner offen bleiben.

Aufgrund der Gemengelage und der denkmalrechtlichen Restriktionen wird in der Studie von einer langfristigen und etappenweisen Entwicklung einzelner Bereiche ausgegangen. Die Eigentümerin des Grundstücks BIMA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) teilte bereits mit, dass eine Nachverdichtung mit Wohngebäuden in Teilbereichen vorstellbar sei. Auch das Bezirksamt „steht einem Wohnstandort für Flüchtlinge an dieser Stelle wohlwollend gegenüber“, erklärt die zuständige Stadträtin für Stadtentwicklung Sibyll Klotz (Bündnis 90/Grüne). Allerdings nennt Klotz drei Bedingungen: Die unter Denkmalschutz stehenden Exerzierplätze bleiben als Kleingartenfläche erhalten, Gewerbetreibende sind im Rahmen einer möglichen Neuordnung zu berücksichtigen und es erfolgt eine "maßvolle Nachverdichtung für Wohnzwecke" mit 100 Wohnungenn entlang der Gontermannstraße. HDK
0
Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.