Güterbahn-Innenring wird elektrifiziert

Tempelhof. Die Deutsche Bahn bereitet die Elektrifizierung der vor einiger Zeit auf dem Südring wieder in Betrieb genommenen Gütergleise von Halensee über Tempelhof nach Neukölln vor.

Die bislang nur von Dieselloks befahrbaren Gleise laufen parallel zur S-Ringbahn und zur A100. Die Planfeststellungsunterlagen wurden Ende 2016 eingereicht. Daraus wird ersichtlich, dass es sich bei der Elektrifizierung samt dem Aufstellen von Oberleitungsmasten um eine Neubaumaßnahme handelt. Nun geht es um die vorgeschriebenen Lärmschutzmaßnahmen und dabei sind unterschiedliche Lösungen möglich. Daraufhin hatte die Bezirksverordnetenversammlung im Februar auf Initiative der SPD-Fraktion beschlossen, dass sich das Bezirksamt für „eine integrierte Schallschutz-Gesamtlösung zum Schutz der Anwohner der weitgehend gemeinsamen Trasse von Stadtring, Ringbahn und Güter-Innenring, zu der auch freiwillige Lärmschutzmaßnahmen an der A100 durch den Bund gehören müssen“, einsetzen solle. Andernfalls befürchten die Bezirkspolitiker Stückwerk oder nur das unbedingt Nötigste beim Lärmschutz.

Das Bezirksamt ist bei der zuständigen Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz vorstellig geworden. Bürgermeisterin Angelika Schöttler und Stadtrat Oliver Schworck (beide SPD) haben der BVV nun das Ergebnis zur Kenntnisnahme mitgeteilt. In der Stellungnahme des Senats heißt es unter anderem, dass im Zuge des laufenden Verfahrens „auch ein Anspruch auf Lärmvorsorge geprüft“ sowie „auch die zukünftig zu erwartenden Verkehre in die Betrachtung der Lärmbelastungssituation einbezogen“ würden. Und, das man letztendlich von der DB erwartet, dass bei Beurteilungspegeln, die als gesundheitsgefährdend beziehungsweise als Eigentums(-substanz)verletzungen anzusehen sind, geprüft wird, ob eine „Gesamtlärmbetrachtung aller Verkehrsträger“ erforderlich sei. Die DB Netz AG kündigt an, dass sie, „um die Planungen zu besprechen und abzustimmen“, „sukzessiv Kontakt“ zu den betroffenen Bezirken, beginnend in Neukölln und Treptow-Köpenick, aufnehmen werde. Wann der Abschnitt Tempelhof an der Reihe ist, steht noch nicht fest. HDK
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