Kynastteich wird künstlich beatmet

Ein auf dem Wasser schwimmender Belüftungsgenerator soll für mehr Sauerstoff im Teich sorgen. (Foto: HDK)
Berlin: Kynastteich |

Tempelhof. Der Kynastteich im Parkring Neu-Tempelhof stand offenbar kurz vor dem Umkippen. Das Bezirksamt musste schleunigst handeln. Seit einigen Tagen wird das Gewässer sozusagen künstlich beatmet.

Schon im vergangenen Jahr wurde gemessen, dass der Sauerstoffgehalt des Wassers unter 20 Prozent gesunken war und damit nicht einmal mehr ein Drittel des Wertes gesunder Gewässer erreichte. Besser ist es seither nicht geworden.

Das Problem: Der zwischen Boelckestraße und Löwenhardtdamm gelegene Kynastteich weist aufgrund des zu großen Eintrags an Laub und Biomasse viel zu hohe Nährstoffgehalte auf. Die Folge ist ein hoher Besatz mit Algen und Wasserpflanzen. Im Spätsommer und Herbst kommt es regelmäßig zu Sauerstoffmangel, Verfärbungen und Geruchsbelästigungen. Extrem erhöhte Sulfatwerte im Wasser verbreiten einen fauligen Gestank. Es gibt – wenn überhaupt – nur noch wenige Fische und Wasservögel lassen sich auch kaum noch blicken.

Um das totale und irreparable biologische Umkippen des Teichs abzuwenden, wird nun seit Anfang August versuchsweise ein mobiles Belüftungssystem eingesetzt. „Mittels eines rotierenden Schwimmkörpers wird Luftsauerstoff an der tiefsten Stelle eingebracht und durch die resultierende Strömung im Gewässer verteilt“, erklärt der für die Rettungsaktion zuständige Stadtrat Oliver Schworck (SPD). Durch die künstliche Belüftung sollen der Sauerstoffmangel beseitigt und Geruchsbelästigungen vermieden werden. Der Erfolg der Maßnahme wird vom Umwelt- und Naturschutzamt durch begleitende Messungen des Sauerstoff- und Nährstoffgehalts im Gewässer überprüft. „Dauerhaft kann eine Verbesserung des Gewässerzustands allerdings nur erreicht werden, wenn Bäume und Vegetation im Uferbereich zurückgeschnitten beziehungsweise entfernt werden, um so den Laubeinfall zu vermindern. Entsprechende Schnittmaßnahmen werden für den Winter vorbereitet“, so der Stadtrat. HDK
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