Lokalpolitik legt weitere Auflagen für „Wohnquartier Alboinpark“ fest

Berlin: Wohnquartier Alboinpark |

Schöneberg. Berlin braucht mehr Wohnungen. Doch einfach so drauflos bauen, das geht trotzdem nicht.

„Die SPD wird das nicht einfach durchwinken“, sagte etwa deren stadtentwicklungspolitischer Sprecher in der BVV-Fraktion, Christoph Götz, im April über das Wohnbauvorhaben mit dem Projektnamen „Wohnquartier Alboinpark“. Auf dem 2,6 Hektar großen Grundstück an der Bessemer- und der Eythstraße will die Artprojekt GmbH aus Charlottenburg rund 500 Wohnungen errichten. Die Nettokaltmiete soll im Durchschnitt 8,50 Euro betragen. Im Viertel üblich sind 5,50 Euro.

Die Lokalpolitik macht Druck und fordert dort sozialverträglichen Wohnungsbau. Ohne die Vorgaben der sogenannten kooperativen Baulandentwicklung einzuhalten, werde der Investor nicht bauen können, so Stadtentwicklungsstadträtin Sibyll Klotz (Bündnis 90/Grüne) bei der Präsentation des Projekts im Stadtentwicklungsausschuss in diesem Frühjahr. Beim Berliner Modell wird unter anderem festgelegt, wie sozial ausgewogene und stabile Bevölkerungsstrukturen sicherzustellen sind.

Nun haben SPD und Grüne die nächsten Pflöcke eingeschlagen. Die rot-grüne Zählgemeinschaftsmehrheit hat Eckpunkte der Weiterentwicklung des zugehörigen Bebauungsplans festgelegt.

300 Stellplätze soll es im neuen Wohnquartier geben. Der Investor darf den entstehenden Verkehr nicht wie geplant über die Eythstraße abwickeln. „Die Eythstraße ist Wohnstraße. Der Verkehr würde sich verdreifachen“, so der Grüne Ralf Kühne. Erlaubt wird nur eine Abwicklung über die Bessemerstraße.

Eine eindeutig grüne Handschrift trägt die Forderung nach geschlossenen Fahrradabstellplätzen mit Lademöglichkeit für elektrische Fahrräder und Elektrofahrzeuge sowie Abstellanlagen für das Carsharing. Zudem soll ein Biotop künftig den „Schwarzen Weg“ mit den Grünflächen im neuen Wohnquartier verbinden.

Weil nach der Fertigstellung der Wohnungen die Nachfrage nach Schul-, Hort- und Kitaplätzen vermutlich steigen wird, ist der Investor aufgefordert, seinen Beitrag zur Stärkung des Schul- und Kitastandorts leisten. Gemeint ist konkret die Lindenhofschule. KEN
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