Sanierung vertagt trotz Schwamm unterm Dach

An der Grundsanierung sowie dem Dachneubau des errichteten Hauptgebäudes der Luise-Henriette-Schule führt kein Weg mehr vorbei. (Foto: HDK)

Tempelhof. Der Hauptausschusses des Berliner Abgeordnetenhauses hat in seiner März-Sitzung den Tagesordnungspunkt „Luise-Henriette-Gymnasium: Grundsanierung und Dachausbau des Hauptgebäudes einschließlich Außenanlage“ zum wiederholten Mal vertagt.

Die Bezirkspolitik ist entsetzt: „Es ist bedauerlich, dass die für März erhoffte Mittelfreigabe zur Sanierung des Luise-Henriette-Gymnasiums vom Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses ohne Nennung von Gründen erneut vertagt wurde“, klagen die für Schulen zuständige Stadträtin Jutta Kaddatz und Baustadtrat Daniel Krüger (beide CDU). Die Stadträte fürchten, dass die erneute Vertagung dazu führt, dass die dringend erforderliche Sanierung, nicht wie geplant, im Haushaltsjahr 2016 begonnen werden kann. Ziel ist neben der Beseitigung der akuten Gefährdung, das Gebäude denkmalgerecht zu sanieren und den Anforderungen eines barrierefreien vierzügigen Gymnasiums anzupassen. Das Gebäude an der Germaniastraße 4-6 ist als Einzeldenkmal in der Berliner Denkmalliste verzeichnet.

An der Grundsanierung sowie dem Dachneubau des 1913-1914 nach Plänen des Architekten Fritz Bräuning errichteten Hauptgebäudes führt schon allein aufgrund massiven und fortschreitenden Befalls mit echtem Hausschwamm kein Weg mehr vorbei. Je schneller desto besser und billiger. Schließlich gefährdet der vom Dachgeschoss ausgehende und bereits bis zum obersten Normalgeschoss ausgebreitete Schwamm mittlerweile schon die Standsicherheit des Dachstuhls. Nach der erneuten Verschiebung der Arbeiten auf ungewisse Zeit bleibt lediglich klar, dass mindestens die oberste Geschossdecke und der komplette Dachstuhl abgebrochen und völlig neu aufgebaut werden müssen, um den stets weiter hinter der Klinkerfassade nach unten wuchernden Schwamm an der Wurzel zu beseitigen. HDK
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