Staufalle Te-Damm

Berlin: Platz der Luftbrücke |

Tempelhof. Vor gut drei Jahren, im Dezember 2012, beschloss die Mehrheit der Bezirksverordneten (BVV) einen Antrag der SPD-Fraktion mit der Überschrift "Verkehrssituation Tempelhofer Damm entzerren".



Nur wie das gehen soll, ist nach wie vor nicht geklärt. Jetzt soll ein Wettbewerb die Lösung bringen.

Die von den Antragstellern damals verkehrstechnisch angedachte Lösung hat es offenbar nicht gebracht. Das Bezirksamt war zunächst aufgefordert worden, zu prüfen, ob vor der Einmündung am Platz der Luftbrücke in Fahrtrichtung Norden eine getrennte Spur für Rechtsabbieger in Richtung Neukölln eingerichtet werden könnte und welche Konsequenzen damit verbunden wären. Nur das Ziel war klar: "Dabei ist vornehmlich die Sicherheit des geradeaus fahrenden Radverkehr deutlich zu verbessern."

Das zwischenzeitlich erkannte Problem: Der Platz der Luftbrücke soll nach den Wünschen des Bezirks im Rahmen des Plätzeprogramms der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt zwar umgestaltet werden, aber das Verkehrsproblem, der alltägliche Stau, ist dabei scheinbar irgendwie außen vor geblieben. In einer Mitteilung zur Kenntnisnahme erklärt der zuständige Baustadtrat Daniel Krüger (CDU) den Bezirksverordneten nun, woran es hakt. "Eine Lösung kann nur in Zusammenhang mit einer Umgestaltung des östlichen Platzbereichs in Frage kommen", so der Stadtrat.

Gemeint ist die Grünanlage mit dem Luftbrückendenkmal. Allerdings fügt er gleich hinzu, dass diese in den bisherigen Gesprächen mit der Senatsverwaltung gar nicht Inhalt der Umgestaltungsabsicht war. Das heißt, dass eigentlich nur der Stadtplatz auf der anderen Straßenseite im Fokus von Dudenstraße, Manfred-von-Richthofen-Straße und Tempelhofer Damm umgestaltet werden sollte.

Nun will die Senatsverwaltung in diesem Jahr einen Wettbewerb ausschreiben, der auch die Grünanlage als "Ideengebiet" beinhalten soll. Die spannende Frage: Wo, wenn nicht zu Lasten dieser Grünanlage, könnte eine Extra-Spur für Rechtsabbieger sonst verlaufen? Mit einem Ergebnis rechnet Stadtrat Krüger frühestens Ende des Jahres. HDK
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