Umbau der Schule am Berlinickeplatz weit verschoben

Die Schule am Berlinickeplatz muss wohl noch einige Jahre warten, bis es mit dem Ausbau losgehen könnte. (Foto: HDK)

Tempelhof. Bei der einstigen Werner-Stephan-Schule, jetzige 13. Integrierte Sekundarschule (ISS) und künftige Schule am Berlinickeplatz, Alt-Tempelhof 53-57, passen das neue inhaltliche Konzept und die alte, 1908 entstandene und stark sanierungsbedürftige Form offenbar nicht zusammen.

Das im November von der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) beschlossene Konzept beinhaltet hauptsächlich den Ausbau zu einer vier- bis fünfzügigen ISS inklusive Neubau von Fachräumen, Mensa mit Freizeiträumen und einer zusätzlichen wettkampfgerechten Sporthalle. Im Zuge dieser Maßnahmen soll gleich der ganze Schulstandort grundsaniert und behindertengerecht ausgebaut werden.

Das wird, wenn überhaupt möglich, schwierig und dürfte noch unbestimmte Zeit auf sich warten lassen, wie das Bezirksamt den Bezirksverordneten kürzlich zur Kenntnisnahme mitgeteilt hat. Schulstadträtin Jutta Kaddatz (CDU): "Im Falle eines Umbaus und einer damit einhergehenden Grundinstandsetzung ist von einer Eingriffstiefe auszugehen, die die Aufrecherhaltung der derzeitigen Nutzung weitgehend ausschließt." Im Klartext: Baustelle statt Schule und keiner kann vorhersagen, wie lange und wohin mit den Schülern. Erschwerend hinzu kommt, dass die Schule am Berlinickeplatz während der nächsten vier bis fünf Jahre partiell auch als Ausweichmöglichkeit für die ebenfalls zu sanierende Luise-Henriette-Schule vorgesehen ist.

"Trotz dieser Rahmenbedingungen", versprechen Bürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) und die Stadträtin in ihrer gemeinsamen Mitteilung zur Kenntnisnahme, dass das Bezirksamt weiter die Zielsetzung verfolgen werde, "den Schulstandort an das inhaltliche Konzept einer modernen vier- bis fünfzügigen Integrierten Sekundarschule anzupassen". Dafür sollen nun wenigstens schon mal die notwendigen Verfahrensschritte im Rahmen der finanziellen und personellen Ressourcen perspektivisch abgestimmt und festgelegt werden. Wie berichtet, wurde wegen steigender Nachfrage im Bezirk bereits zum Schuljahr 2013/14 die Integrierte Sekundarschule in der einstigen, zunächst geschlossenen und schon abgewickelten Hauptschule gegründet. Die so reaktivierte Tempelhofer Bildungsanstalt hat eine lange Tradition und galt viele Jahre sogar als eine der Vorzeigehauptschulen Berlins.


Horst-Dieter Keitel / HDK
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