7. Integrierte Sekundarschule nach Johanna Eck benannt

Das neue Namenschild der Johanna-Eck-Schule ist ein gewaltiges Graffito auf dem Schulhof. (Foto: HDK)

Tempelhof. Der neue Name springt dem Betrachter zeitgemäß als buntes, mehrere Meter langes Graffiti-Kunstwerk ins Auge. Die ehemalige Dag-Hammarskjöld-Realschule und zwischenzeitliche 7. ISS (Integrierte Sekundarschule) heißt jetzt Johanna-Eck-Schule.

Das über 100 Jahre alte Schulgebäude der Ringstraße 103-106 wurde kürzlich im Rahmen eines Sommerfestes offiziell nach Johanna Eck (1888-1979) benannt. Eck gehört zu den etwa 500 Deutschen, die von der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem seit 1973 als Gerechte unter den Völkern geehrt wird. Sie hatte in der Zeit des Nationalsozialismus zwei Juden und zwei politische verfolgte Menschen versteckt und ihnen damit das Leben gerettet. Seit 2002 wird ihr Ehrengrab auf dem Matthias-Friedhof in der Röblingstraße von der Schule im Rahmen des Religionsunterrichts gepflegt.

Die Schulgemeinschaft - Eltern, Schüler und Lehrer - der aus der Fusion der Werner-Stephan-Hauptschule am Berlinickeplatz und der Dag-Hammarskjöld-Schule entstandenen Sekundarschule hatte nach entsprechenden Abstimmungen sechs Namen von bedeutenden Frauen (eine Frau sollte es unbedingt sein) zur Auswahl und hat sich schließlich für die Berlinerin Johanna Eck entschieden. Mit der Begründung, dass mit dieser Namensgebung eine der unbesungenen Heldinnen der damaligen Zeit als "Beispiel für Zivilcourage und Mut" gewürdigt werden soll. Die Schüler hatten sich vorher im Unterricht ausführlich mit Johanna Eck beschäftigt und dabei auch den Entwurf für den großen Graffiti-Namenszug entwickelt.


Horst-Dieter Keitel / hdk
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