Trucker ausgeraubt und entführt

Tempelhof. Ein dreister und nicht gerade alltäglicher Raubüberfall mit Entführung und Brandstiftung ereignete sich im Industriegebiet an der Gottlieb-Dunkel-Straße. Die Täter konnten unerkannt entkommen.

Es geschah am 12. Januar: Kurz vor 6 Uhr musste ein 47-jähriger Lastwagenfahrer seinen mit Zigaretten beladenen Zwölftonner stoppen, weil ein ausrangierter Weihnachtsbaum auf der Fahrbahn lag. Das aber war wahrscheinlich der Trick der dreisten Ganoven.

Nach den bisherigen Ermittlungen der Polizei hat sich Folgendes zugetragen: Als der Fahrer ausgestiegen war, um das Hindernis zu beseitigen, hielten ihn plötzlich zwei unbekannte Täter fest, stülpten ihm einen Sack über Kopf und Oberkörper und fesselten ihn. Dann wurde der Mann auf der Ladefläche eines Transporters nach Neukölln gebracht und im etwa drei Kilometer entfernten Schlosspark Britz auf einer Parkbank abgelegt. Er konnte sich schließlich befreien und aus einem nahe gelegenen Café die Polizei anrufen.

Etwa zwei Stunden später alarmierte ein Passant die Feuerwehr zu einem brennenden Lkw in die Mierstraße, Ecke Mittelbuschweg in Neukölln. Die Feuerwehr konnte das komplette Ausbrennen noch verhindern. Es war das geraubte Fahrzeug, das vermutlich von den Tätern angezündet worden war, wie die Polizei mitteilt. Mehrere Paletten mit Tabakwaren waren verschwunden. Die Schadenshöhe stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Ein Raubkommissariat vom Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen.


Horst-Dieter Keitel / hdk
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