Ausstellung zeigt Krippen aus aller Welt

Das aus Ebenholz geschnitztes Krippenrelief mit Maria, dem Christkind und Josef gilt in Tansania als Symbol des Schutzes. (Foto: HDK)
Berlin: Glaubenskirche Tempelhof |

Tempelhof. Man könnte denken, Ostern und Weihnachten fallen auf einen Tag. Das mit einer Krippendarstellung bemalte Straußenei ist eine neue Errungenschaft von Marlies Kluge-Chwojdzinski. „Ein Symbol des Lebens, das ich in Polen gefunden habe“, so die Krippensammlerin.



Die von der Sammlerin zusammengetragenen Krippen, teils höchst verschiedenartige Interpretationen des Geschehens rund um Bethlehems Stall, spiegeln gleichsam die unterschiedlichen Auffassungen von der Heiligen Familie und von Weihnachten in den einzelnen Ländern wider.

„Das Geheimnis von Weihnachten ist immer wieder aktualisiert, auf die jeweilige Zeit und in den Rahmen der jeweiligen Heimat übertragen worden“, erklärt die Tempelhoferin die regional wie global unterschiedlichen Sichtweisen der biblischen Geschichte. Zum Beispiel als „Symbol des Schutzes“. Ein aus Ebenholz geschnitztes Werk stellt lediglich Maria, das Christuskind und den schützend die Hand über seine Familie haltenden Josef dar. Diese Version hat Kluge-Chwojdzinski in Tansania aufgestöbert. Ein Exemplar aus Peru zeigt dagegen die noch schwangere Maria.

Krippen werden in aller Herren Länder aus allen möglichen Materialien gebaut. Neben den allgemein bekannten Darstellungsformen vom Beginn des Christentums stechen vor allem die sehenswert unkonventionellen und außergewöhnlichen Interpretationen von Hobbybastlern und professionellen Künstlern hervor. Krippenfiguren in jeder Art und Weise, unterschiedlichsten Größen und Materialien – aus Holz, Ton, Bienenwachs, Glas und Papier, aber auch in Stein gehauen oder aus Elektronikbauteilen zusammengelötet – gibt es. „Manche Darstellung wird vielleicht als Kitsch oder als geschmacklos empfunden“, sagt die Sammlerin und fügt hinzu, dass aber auch diese Krippen eine Lebenswelt widerspiegeln.

Wie seit rund 20 Jahren jedes Jahr im Advent hat Marlies Kluge-Chwojdzinski, Pfarrersfrau, Religionslehrerin und leidenschaftliche Sammlerin, wieder ihre in aller Welt zusammengetragenen Schätze ausgepackt. Mittlerweile sind es weit über 400. Eine Auswahl unter dem Motto „Krippen der Welt – eine wundersame Weltreise durch die Weihnachtsgeschichte“ präsentiert sie vom 29. November bis zum 13. Dezember in der evangelischen Glaubenskirche, Friedrich-Franz-Straße 9. Zu besichtigen ist die Ausstellung Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr, Sonntag von 12 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Informationen im Gemeindebüro:  752 80 63. HDK
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