Flughafen Tempelhof: Bestandteil der europäischen Kulturgeschichte

Berlin: Flughafen Tempelhof |

Tempelhof. Mit zwei Projekten „mit Bedeutung weit über die Stadt hinaus“ beteiligt sich Berlin am Europäischen Kulturerbejahr 2018 (European Cultural Heritage Year – ECHY), das in Deutschland unter dem Motto „Sharing Heritage“ stattfindet. Eines der Projekte ist der ehemalige Flughafen Tempelhof.

Offiziell heißt das Projekt „Ehemaliger Flughafen Tempelhof als Erinnerungs- und Lernort für unterschiedliche Formen des Erinnerns und Austauschs verschiedener Zugänge zum kulturellen Erbe Europas“. Das andere Projekt ist „Das Erbe der Industriekultur. Innovative Vermittlungsformate für Kinder und Jugendliche“ von der Hochschule für Technik und Wirtschaft. Im Mittelpunkt des ECHY steht das bauliche und archäologische Erbe, das als sichtbarster Ausdruck und täglicher „Begleiter“ der gemeinsamen europäischen Kulturgeschichte gilt.

Das Projekt Tempelhof wurde von der Stiftung Topographie des Terrors initiiert. Der einst im Kalten Krieg durch die Luftbrücke weltberühmt gewordene und im Oktober 2008 stillgelegte Innenstadtflughafen „fokussiert ein bedeutendes Berliner Denkmal, das als Gebäude eine facettenreiche und vielschichtige Entwicklung der Stadt widerspiegelt, die uns heute zum Nachdenken, zum Gedenken und zum Aufarbeiten dieser Zeit auffordert“, erklärt Berlins Senator für Kultur und Europa, Klaus Lederer (Die Linke), und „freut sich außerordentlich“, dass die beiden Berliner Projekte von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters (CDU), gefördert werden.

"Interkultureller Dialog"

„Ziel des Europäischen Kulturerbejahres ist es, unser gemeinsames kulturelles Erbe und dessen Potenzial für Identifikation, Teilhabe und Entwicklung miteinander zu teilen – und beide geförderten Berliner Projekte stehen genau dafür“, sagt Lederer und meint, dass ECHY 2018 die Chance bietet, „die gemeinsamen kulturellen Wurzeln Europas aufzuspüren und in einen interkulturellen Dialog zu treten“. Zu diesem Zweck, beziehungsweise „um neben den sichtbaren Eindrücken insbesondere die vielen nicht sichtbaren Fakten des Ortes aufzuspüren“, soll bezüglich Tempelhof unter anderem voraussichtlich ab Herbst 2018 eine temporäre Ausstellung auf dem Flughafengelände gezeigt werden. HDK
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