Historischer Tempelhofer Kirchhof in vier Jahren restauriert

Als ehrenamtlicher Beauftragter hat Manfred Fabricius ganze Arbeit geleistet. (Foto: HDK)
Berlin: Dorfkirche Alt-Tempelhof |

Tempelhof. Die Restaurierung des denkmalgeschützten Kirchhofs direkt an der über 800 Jahre alten Tempelhofer Dorfkirche am Reinhardtplatz ist nach fast vier Jahren abgeschlossen. am 12. Oktober wurde das Werk offiziell gefeiert.

Unter anderem wurden in den vergangenen vier Jahren Grabsteine aufgerichtet, neue Fundamente gegossen und gartenpflegerische Maßnahmen durchgeführt. Die drei gusseisernen Grabkreuze konnten ebenso restauriert werden wie das Glanzstück des kleinen Gottesackers, die vom Berliner Steinmetz Lutz Dölle wiederhergestellte Grabanlage von Johann Gottlieb Berlinicke (1805-1880), Vorsteher der Landgemeinde Tempelhof) und seiner Familie. Als letztes wurde am 12. Oktober, nur wenige Stunden vor den Feierlichkeiten, der vom Metallrestaurator Bernd Helmich in Originalfarbe restaurierte Zaun der Grabanlage wieder aufgestellt.

Die insgesamt rund 85 000 Euro teuren Arbeiten wurden durch Zuwendungen des Landesdenkmalamts, der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, durch Spenden von Bürgern sowie mit Mitteln der evangelischen Kirchengemeinde Alt-Tempelhof und Michael finanziert. 

Dass es überhaupt zur Restaurierung kam, hat die Gemeinde hauptsächlich dem unermüdlichen Engagement von Manfred Fabricius zu verdanken. „Nachdem 2012 zum 800-jährigen Jubiläum die Dorfkirche innen hübsch renoviert wurde, habe ich nach dem ziemlich verfallenen Außenbereich, dem ganzen Drumherum gefragt – das konnte ja nun wirklich nicht so bleiben“, so Fabricius zur Berliner Woche. Schließlich wurde Manfred Fabricius, hauptberuflich Dirigent und Honorarprofessor an der Musikhochschule "Hanns Eisler", zum ehrenamtlichen Beauftragten für den Kirchhof ernannt. Diese Personalie hat auf der ganzen Linie für Erfolg gesorgt. „Nun sind die Arbeiten, die wir uns seit 2012 vorgenommen haben und von denen ich anfangs nicht geglaubt hatte, das jemals zu schaffen, beendet. Dies alles war nur durch die Hilfe von vielen Menschen möglich“, freut sich Fabricius und hat schon das nächste Ziel vor Augen: Die den Friedhof und die Kirche umgebende Mauer muss dringend saniert werden. Entsprechende Förderanträge sind schon gestellt. HDK
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