Ambrosia bekämpfen: Gefahr für Allergiker

Tempelhof-Schöneberg. Das Bezirksamt wird ersucht, schnellstmöglich die Bekämpfung der hochallergenen Ambrosia-Pflanze zu organisieren. Den Antrag hat die AfD-Fraktion in die Bezirksverordnetenversaammlung eingbracht.

„Die ein- und mehrjährige Ambrosia ist hochallergen und kann insbesondere bei Allergikern große gesundheitliche Probleme verursachen“, begründet der AfD-Bezirksverordnete Karsten Franck den Antrag. Zum Beispiel können bei Kontakt mit der in Deutschland aktuell vorkommenden „Ambrosia artemisiifolia (auch als Beifußblättriges Taubenkraut bekannt) bei Allergikern Symptome wie Heuschnupfen, Asthma, Hautreaktionen wie Urtikaria (Nesselsucht) oder Ekzeme nach Hautkontakten mit dem Blütenstand oder anderen Pflanzenbestandteilen auftreten. Die Wirkung ist zuweilen stärker als die von Gräser- und Birkenpollen.

Eine einzige Ambrosia-Pflanze produziert in einem Jahr bis zu eine Million Pollen. In der medizinischen Literatur gelten schon fünf bis zehn Ambrosiapollen pro Kubikmeter Luft als Grenzwert, ab dem es für Allergiker gefährlich wird. Man findet die Pflanze vor allem auf brachliegenden Grünflächen, Schuttplätzen, an Randstreifen sowie entlang von Eisenbahnstrecken und Autobahnen. Ambrosia-Pflanzen, die an Straßenrändern wachsen, sind besonders aggressiv, wie Forscher herausgefunden haben. Die Ambrosia-Pollen fliegen in der Regel von August bis November, am stärksten aber im Spätsommer durch die Lüfte. Der Antrag wurde zunächst zur weiteren Beratung in den Ausschuss für Verkehr überwiesen. HDK
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