Blockheizkraftwerk bringt Energie ins Ullsteinhaus

Dr. Christian Kube von Becker & Kries, Christian Gaebler und Stefan Grützmacher (von links) nahmen das neue Kraftwerk in Betrieb. (Foto: Gasag)

Tempelhof. Das Ullsteinhaus hat jetzt eine eigene Wärmeversorgung. Am 4. Dezember wurde das Blockheizkraftwerk eingeschaltet.

Das kleine Kraftwerk wird mit Bio-Erdgas der Gasag aus Brandenburg befeuert. Damit ist die Versorgung des denkmalgeschützten Gebäudes klimafreundlich geworden. Mit einer Leistung von 637 Kilowatt können alle Räume mit einer Fläche von rund 80 000 Quadratmetern beheizt werden. Wenn es einmal besonders kalt werden sollte, dann können noch zwei Gaskessel dazugeschaltet werden.

Außerdem produziert das Kraftwerk noch 550 Kilowatt Strom vor Ort. Er wird in das Berliner Netz eingespeist. Mit dieser Kraft-Wärme-Kopplung können pro Jahr bis zu 2850 Tonnen CO 2 eingespart werden. Der Staatssekretär für Umwelt Christian Gaebler betonte: "In Berlin werden bisher rund 62 Prozent des Stroms durch diese Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt." Damit habe die Hauptstadt das Ziel der Bundesregierung bereits heute übertroffen. Bis zum Jahr 2020 bundesweit soll ein Viertel des Stroms durch solche Anlagen produziert werden. Stefan Grützmacher, Vorstandsvorsitzender der Gasag AG sagte, dass hier gleich zwei Anforderungen erfüllt werden. Erstens wird das Bio-Gas in eigenen Anlagen im Nachbarbundesland produziert. Damit werde die lokale Wirtschaft gestärkt. Und zweitens leistet das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Als Energiepartner des Landes Berlin hat sich die Gasag verpflichtet, bis 2020 zwei Millionen Tonnen CO 2 einzusparen. "Mit diesem Projekt sind wir diesem Ziel wieder ein Stück näher gekommen und das ausschließlich mit regionalem Einsatz", betonte Grützmacher. Die neue Technik konnte in das Ullsteinhaus eingebaut werden, ohne einen Eingriff in die denkmalgeschützte Fassade, ein Beispiel dafür, dass Denkmalschutz und Klimaschutz sich nicht ausschließen.

Dr. Christian Kube, Vorstandsmitglied der Eigentümer-Unternehmensgruppe Becker & Kries betonte, dass mit dieser Lösung die Wärmeversorgung in diesem historischen Gebäude nicht nur kostengünstig, sondern auch ökologisch vorbildlich gelungen ist. Für die Perspektive des Ullsteinhauses sei das ein sehr wichtiger Erfolgsfaktor.


Klaus Tessmann / KT
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