5000 Unterschriften gegen Bautätigkeit auf dem Tempelhofer Feld

Tempelhof. Man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass die Zukunft des ehemaligen Tempelhofer Flugfeldes auch 2013 zu den Topthemen im Bezirk gehört. Gleich zu Jahresbeginn ging es los.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt hat einen offenen Wettbewerb zur Standortanbindung für den auf dem Tempelhofer Feld geplanten Neubau einer Zentral- und Landesbibliothek (ZLB) ausgeschrieben. Im Wettbewerbsverfahren soll geklärt werden, wie die ZLB in das 386 Hektar große Gesamtareal und in das auf dem Feld geplante Stadtquartier eingebunden werden kann. Als Standort wurde bereits ein Baufeld in der südwestlichen Randzone des Areals am Tempelhofer Damm, direkt gegenüber vom U- und S-Bahnhof Tempelhof, mit Anschluss an die A 100 festgelegt. Bislang ist die ZLB, übrigens Deutschlands größte öffentliche Bibliothek, auf drei Standorte in Berlin verteilt, "deren räumliche Bedingungen für Nutzer und Personal unzureichend und nicht bedarfsgerecht sind", meinen die Senatsexperten. Mit dem zurzeit auf rund 270 Millionen Euro veranschlagten Neubau soll durch die Vereinigung der Standorte und durch eine bedarfsgerechte räumliche Ausstattung eine "neu strukturierte, attraktive und servicestarke Universalbibliothek" mit rund 52 000 Quadratmetern Nutzfläche entstehen.

BI ist zuversichtlich

Die Wettbewerbsunterlagen können bis zum 31. Januar bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung unter www.wettbewerbe-aktuell.de abgerufen werden. Letzter Abgabetermin ist der 21. Februar. Mit dem Bau soll voraussichtlich 2016 begonnen werden.

Das will die Bürgerinitiative für das Volksbegehren "100% Erhalt des Tempelhofer Feldes" vereiteln. Sie gab Silvester bekannt, dass seit dem Start am 20. Dezember bereits über 5000 Unterschriften gegen den Bibliotheksneubau und für einen Planungsstopp für das Tempelhofer Damm gesammelt wurden. "Wir sind zuversichtlich, dass Mitte Januar vielleicht schon die erforderlichen zirka 23 000 Unterschriften für ein Volksbegehren an den Senat übergeben werden können", so BI-Sprecher Hermann Barges.


Horst-Dieter Keitel / hdk
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