Agrarbörse Ost macht Angebote zur Selbsthilfe

Anna Hadrysiewicz näht unter anderem für soziale Einrichtungen und Kindergärten. (Foto: HDK)

Tempelhof. Sozial Bedürftige, Schulen, Kitas, Seniorenheime und gemeinnützige Einrichtungen, die Hilfe brauchen, haben eine gemeinsame Adresse. Der Verein "Agrarbörse Deutschland Ost" betreibt in der Ringbahnstraße 54 drei soziale Selbsthilfewerkstätten und neuerdings noch eine Bücherstube.

Es gibt eine Holz- und eine Fahrradwerkstatt sowie eine Nähstube auf Selbsthilfebasis. Die Zielgruppe hat dort die Möglichkeiten, unter Anleitung Werkzeuge und Maschinen zu nutzen und kleinere Reparaturen an Einrichtungsgegenständen und Kleinmöbeln auszuführen oder (mit mitgebrachtem Material) auch etwas Neues zu bauen. In der Nähstube können einfache Handarbeiten wie Stricken, Häkeln und/oder Nähen erledigt werden. Ansonsten hilft das Tempelhofer Team Kitas, Senioreneinrichtungen und Schulen. Zum Beispiel bei der Aufarbeitung von Spielzeug, dem Flicken von Kinderkleidung oder bei Reparaturen und Anfertigung von allerlei Gebrauchsgegenständen. Die Bücherstube füllt unter anderem die Regale von Schulbibliotheken auf. "Die Nutzung unserer Werkstätten und der Bücherei ist für nachweislich Bedürftige kostenlos", erklärt Projektkoordinator Gerd Heidenreich. Lediglich Verschleißmaterial, Ersatzteile und so weiter müssen mitgebracht werden. In der Bücherstube werden Zweite-Hand-Bücherspenden gesammelt, aufgearbeitet und an soziale Einrichtungen sowie sozialschwache Kunden weitergereicht. Einzelpersonen können maximal drei Bücher kostenlos mitnehmen und nach dem Lesen wieder umtauschen. Insgesamt sind 45 über verschiedene Arbeitsbeschaffungsprogramme vom Jobcenter und dem Senat geförderte Mitarbeiter in der Ringbahnstraße tätig.

Geöffnet ist montags bis freitags jeweils von 8 bis 14 Uhr, 76 00 89 32.

Horst-Dieter Keitel / hdk
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