Bezirksamt nimmt Online-Bürgerportal in Betrieb

Tempelhof-Schöneberg. Probleme bitte online melden: Über das Bürgerportal "Maerker" können Bürger ab sofort rund um die Uhr bescheid geben, wenn ihnen im öffentlichen Straßenland etwas unangenehm auffällt.

Das Ordnungsamt - so die Zusage - reagiert innerhalb von drei Tagen. "Seit mehreren Monaten steht ein Eimer am Straßenrand, den dort ein reizender Mitbürger deponiert hat", klagt ein Mariendorfer. Die BSR fahre immer daran vorbei. "Und ich werde ihn nicht anpacken, da ich nicht weiß, was sich in diesem Behältnis befindet." Also soll das Ordnungsamt gucken. Über das Bürgerportal "Maerker" können nicht nur eigene Angaben über Missstände gemacht werden, sondern jedermann kann völlig transparent nachlesen, was den Mitbürgern auffällt und was sie ärgert. Die Meldungen, die auf der Internetseite zu sehen sind, werden dort auch öffentlich vom zuständigen Amt beantwortet. Ein Ampelsymbol am linken Rand jeder Meldung zeigt zudem den jeweils aktuellen Stand der Bearbeitung an.

Seit Kurzem ist die Online-Plattform "Maerker", die als Berliner Pilotprojekt zunächst in Lichtenberg ausprobiert worden war, auch für Tempelhof-Schöneberg abrufbar. SPD und Grüne in der Bezirksverordnetenversammlung hatten sich im vergangenen Jahr bereits dafür stark gemacht, dass das Bezirksamt das Verfahren für Tempelhof-Schöneberg einführt. Der zuständige Ordnungsstadtrat Oliver Schworck (SPD) hofft nun, dass sich nicht nur die Kommunikation zwischen Anwohnern und Amt verbessert und intensiviert.

"Ich hoffe auch, dass wir es gemeinsam schaffen, Missstände im öffentlichen Raum schneller zu beseitigen." Durch das Online-Angebot könnten etwa wilde Mülldeponien, zugewachsene Straßenschilder oder gefährliche Schlaglöcher effektiver bearbeitet werden.

Entsprechend weit lehnt sich der Stadtrat aus dem Fenster: Hinweisgeber würden innerhalb von drei Tagen über die Bearbeitung des jeweiligen Anliegens informiert. Das Anliegen des Mariendorfers wurde, so steht es nachzulesen, übrigens an die BSR weitergeleitet. Ob der Eimer noch steht, ist nicht bekannt.

Das Bürgerportal ist abrufbar unter www.berlin.de/maerker.

Ralf Liptau / flip
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