Bezirksverordnete wollen Veranstaltung im Rathaus

Am Rathaus Schöneberg soll im kommenden Jahr an den 17. Juni 1953 erinnert werden. (Foto: Liptau)

Schöneberg. Im kommenden Jahr jährt sich der DDR-Volksaufstand zum 17. Juni 1953 zum 60. Mal. Weil sechs Tage nach dem Ereignis 12 500 Westberliner zu einer Trauerkundgebung vor das Rathaus Schöneberg zogen, soll hier eine Gedenkveranstaltung stattfinden.

Die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) hat in ihrer November-Sitzung einen Antrag der CDU-Fraktion verabschiedet, wonach das Bezirksamt gemeinsam mit der Senatsebene prüfen soll, ob eine "Veranstaltung von überregionaler Bedeutung" im Rathaus erfolgen könne. Zur Begründung wird die Rolle des Rathauses als zentraler Ort des Gedenkens für Westberlin angeführt. Am 23. Juni waren 12 500 Menschen zu einer Trauerkundgebung auf den damaligen Rudolph-Wilde- und heutigen John-F.-Kennedy-Platz gekommen. Dabei sprachen der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer, der Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen Jacob Kaiser (beide CDU) und Berlins Regierender Bürgermeister Ernst Reuter (SPD). "Dieser Sachverhalt", so der Antrag der BVV, "macht deutlich, welche Bedeutung das Rathaus Schöneberg in der Phase der Spaltung Berlins und Deutschlands hatte." Dieser Situation sei "durch eine entsprechende Veranstaltung im Jahr 2013 Rechnung zu tragen."
Ralf Liptau / flip
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