Die BVG vertröstet das Bezirksamt

Tempelhof-Schöneberg. Wie berichtet, hat die Mehrheit der Bezirksverordneten im April auf Antrag der CDU-Fraktion beschlossen, dass sich das Bezirksamt für die Einrichtung einer Elektrobuslinie im Bezirk einsetzen soll.

Dafür wurde auch gleich die Buslinie M76 zwischen U-Bahnhof Walther-Schreiber-Platz und S-Bahnhof Lichtenrade vorgeschlagen. Diesen Wunsch des Bezirks hat der zuständige Baustadtrat Daniel Krüger (CDU) an die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) herangetragen. Inzwischen hat die BVG geantwortet und mitgeteilt, dass im Rahmen des vom Bundesverkehrsministeriums geförderten Projekts "Schaufenster Elektromobilität" zunächst die Möglichkeit besteht, eine Omnibuslinie mit acht Elektrofahrzeugen inklusive Ladeinfrastruktur zu etablieren. Allerdings nicht in Tempelhof-Schöneberg. Die ersten BVG-Elektrobusse sollen voraussichtlich im Frühjahr 2014 auf der Linie 147 zwischen Hauptbahnhof und Ostkreuz fahren. Die Fahrzeuge werden ohne Oberleitung und schadstofffrei betrieben. Dafür dürfte es mit einer Elektrobuslinie in Tempelhof-Schöneberg - wenn überhaupt - noch eine ganze Weile dauern. Zurzeit finden noch Planungsgespräche zur Umsetzung statt. Außerdem müsse laut BVG auch noch der finanzielle Rahmen zur Durchführung der Investitionen eines langfristigen Einsatzes im Betriebsdienst geprüft werden. Und: "Nach der Vorhabenfestsetzung prüfen wir die Machbarkeit mit dem wirtschaftlichen Einsatz einer Elektrobuslinie auch in Ihrem Bezirk", teilt das Verkehrsunternehmen dem Bezirksamt mit, bedankt sich für das Interesse und verspricht, sich gegebenenfalls wieder zu melden.


Horst-Dieter Keitel / hdk
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