Geschichte einer Verlegerdynastie

Erstmals ist die von Hermann Ullstein aufgeschriebene Verlagsgeschichte auf Deutsch nachzulesen. (Foto: HDK)

Tempelhof. 70 Jahre nach der Erstveröffentlichung von "The Rise and Fall of tue House of Ullstein" in New York 1943 ist Hermann Ullsteins Buch Anfang November erstmals in deutscher Sprache unter dem Titel "Das Haus Ullstein" erschienen.

Die von den Ullsteinbuchverlagen in Kooperation mit dem Verein Deutsches Pressemuseum und im Rahmen des Themenjahrs "Zerstörte Vielfalt" herausgegebene Übersetzung wurde kürzlich im früheren Druckhaus des Verlags am Tempelhofer Damm vorgestellt. Der Dramaturg Geoffrey Layton, ein Nachkomme des Verlagsgründers Leopold Ullstein und DPMU-Mitbegründer, hat das Werk seines Urgroßonkels übersetzt. Hermann Ullstein (1875-1943), jüngster Sohn Leopold Ullsteins, beschreibt in dem Buch, das im New Yorker Exil entstand, wie das NS-Regime nach 1933 einen der weltweit bedeutendsten Medienkonzerne in räuberischer "Arisierung" enteignete und so die Pressevielfalt Berlins zerstörte. Hermann Ullstein floh zur Jahreswende 1938/39 in die USA. Er starb wenige Tage nach der Veröffentlichung seines Buches am 22. November 1943 in New York. Ullsteins Darstellung der Familien-, Verleger- und Verlagsgeschichte von 1848 bis 1939 gilt als umfassendste Beschreibung der Verlegerdynastie und verbindet deutsche Pressehistorie, Berlin-Geschichte und Unternehmerbiografie. "Ein bleibendes Vermächtnis und mahnendes Dokument zugleich", so das Urteil des Historikers Bernd Sösemann.

"Das Haus Ullstein" (ISBN 978-3-550-08046-3) ist für 22,99 Euro im Buchhandel erhältlich.

Horst-Dieter Keitel / hdk
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