Kinder und Jugendliche zur vorgezogenen U18-Bundestagswahl aufgerufen

Tempelhof-Schöneberg. Am 22. September finden die Wahlen zum Bundestag statt. Momentan sind aber schon Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren bundesweit aufgerufen, sich an einer vorgezogenen U18-Wahl zu beteiligen.

Als Wahllokale fungieren Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen, Schulen, Schulclubs und Vereine. Auch mobile Wahllokale sind unterwegs. Und um den jungen, künftigen Wählern fundierte und verständliche Entscheidungshilfen zu bieten, gibt es in jedem Wahllokal die Programme der verschiedenen Parteien in jugendgerechter Form. Die zentrale Wahlparty für alle sieben Tempelhof-Schöneberger Wahlkreise steigt am 13. September in Mariendorf. Und zwar ab 16 Uhr im Jugendfreizeitheim "Bungalow" am Mariendorfer Damm 117-121. Dort werden auch die Stimmzettel aus dem ganzen Bezirk zusammengetragen und ausgezählt. Und ganz wie bei einer echten Wahl, stehen aktuelle Hochrechnungen und schließlich das Verkünden der Wahlergebnisse aus dem Bezirk, den anderen Berliner Bezirken sowie aus der gesamten Bundesrepublik auf der Tagesordnung. Dazu sind ein unfangreiches Bühnenprogramm, Podiumsdiskussionen, Speed-Datings mit Politikern und einige Aktionen mehr angekündigt.

Wahlsendung im Internet

Zum Höhepunkt läuft ab 18 Uhr im Internet unter www.u18.org eine von Jugendlichen unter medienpädagogischer Anleitung selbst konzipierte und moderierte Wahlsendung.

Es ist die mittlerweile dritte U18-Wahl vor einer regulären Bundestagswahl. 2009 machten bundesweit insgesamt rund 130 000 Kinder und Jugendliche ihr Kreuzchen auf "Original"- Stimmzetteln in über 1000 Wahllokalen. Die Wahl wird vom Netzwerk U18 (ein Verbund aus öffentlichen und freien Trägern) organisiert und will der noch nicht wahlberechtigten Zielgruppe damit ermöglichen, "sich intensiv mit demokratischen Strukturen auseinander zu setzen, Politik praktisch zu erfahren und sich mit den eigenen Mitwirkungsrechten und -möglichkeiten zu befassen". Die U18-Wahl wird durch das Bundesprogramm "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" gefördert.


Horst-Dieter Keitel / hdk
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