Neue zeitgeschichtliche Ausstellung im Polizeipräsidium

Tempelhof. Das Polizeipräsidium, Platz der Luftbrücke 6, kündigt den 19. September die Eröffnung einer zeitgeschichtlich bedeutsamen deutsch-ungarische Wanderausstellung an.

Die im Foyer Station machende Schau soll um 10.30 Uhr unter der Überschrift "Der erste Riss im Eisernen Vorhang. Das Paneuropäische Picknick am 19. August 1989 in Sopron (Ungarn)" eröffnet werden. In der Nähe von Sopron kam es damals während eines sogenannten Paneuropäischen Picknicks zu einer kurzen Grenzöffnung zwischen Ungarn und Österreich. Damit sollte vor allem der begonnene Abbau der Überwachungsanlagen durch Ungarn symbolisch unterstrichen, aber auch auf die Geschehnisse an der Grenze zu Rumänien aufmerksam gemacht werden. Der deutsch-deutsche Nebeneffekt: Rund 600 DDR-Bürger nutzten diesen symbolischen Akt, um in die Freiheit zu gelangen. Das Picknick hätte allerdings auch leicht zu einem tragischen Ereignis werden können. Nur dem besonnenen und couragierten Verhalten der Grenzsoldaten ist es zu verdanken, dass es nicht zu einer Eskalation kam. Dieses Ereignis hat entscheidend zum Zusammenbruch des Ost-Europäischen Systems und damit zum Ende des Kalten Krieges beigetragen. Es gilt als auslösendes Moment für den Fall des Eisernen Vorhangs und führte schließlich zu der damit verbundenen deutschen Wiedervereinigung.

Die Ausstellung kann bis 24. Oktober täglich 9 bis 18 Uhr unter Vorlage des Personalausweises besichtigt werden. Eintritt frei. Der Besuch lässt sich mit einer Besichtigung der Polizeihistorischen Sammlung kombinieren.

Ausstellung ist Montag, Dienstag und Mittwoch von 9 bis 15 Uhr geöffnet. Eintritt zwei, ermäßigt ein Euro.

Horst-Dieter Keitel / hdk
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