Neues Museumsstück am Flughafen

Tempelhof. Am Donnerstag, 13. Dezember, kamen Röhren eines ehemaligen Spionagetunnels wieder zurück nach Berlin. Sie sollen einmal im Alliierten Museum ausgestellt werden.

Die Röhren waren im Sommer zufällig in einem Wald bei Pasewalk entdeckt und geborgen worden.Die Direktorin des Alliierten Museums, Dr. Gundula Bavendamm, und Tunnelexperte Bernd von Kostka, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Museum, nahmen die Segmente in Empfang. Die historischen Tunnelstücke wurden zunächst ins Depot des Alliierten Museums auf dem Flughafen Tempelhof gebracht. Die rostigen Metallrohre sind Relikte des Kalten Krieges. Aus dem sogenannten Berliner Spionagetunnel hatten in den 50er Jahren Agenten des amerikanischen Geheimdienstes CIA und des britischen Auslandsgeheimdienstes Secret Intelligence Service (SIS) die Telefonleitungen zwischen dem Hauptquartier der sowjetischen Streitkräfte in Wünsdorf und Moskau angezapft und die Telefongespräche abgehört. Der Tunnel führte an der Zonengrenze in Rudow 300 Meter weit nach Altglienicke hinein. 1956 flog die Sache auf und er wurde auf der Ostseite abgebaut. Diese Teile wurden nun im Wald bei Pasewalk entdeckt und werden nun als Zeugnis des kalten Krieges ins Museum kommen.


Klaus Tessmann / KT
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