Senat sucht Konzepte für Tempelhofer Freiheit

Das Flugfeld soll besser mit den angrenzenden Bezirken verbunden werden. Der passende Weg soll durch eine öffentliche Ausschreibung gefunden werden. (Foto: HDK)

Tempelhof. Jede Woche was Neues zum alten Flughafen: Aktuell beabsichtigt die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, das Areal sowie dessen Verflechtungsbereich in den angrenzenden Bezirken in die Förderkulisse des Programms Stadtumbau West einzubauen.

Zu diesem Zweck soll es demnächst zuerst eine öffentliche Ausschreibung für externe Auftragnehmer geben. Die Auftraggeber erwarten ein "integriertes Stadtteilentwicklungskonzept" als Grundlage für eine rechts- und paragrafensichere Aufnahme als Stadtumbau West-Fördergebiet. "Die Stilllegung des Flughafens bietet die einmalige Chance und Aufgabe, das bisher isoliert im Stadtgebiet liegende Areal mit dem Umfeld zu vernetzen und die räumlichen, sozialen und wirtschaftlichen Beziehungen zu den angrenzenden Stadtquartieren in Neukölln, Tempelhof-Schöneberg und Friedrichshain-Kreuzberg mitzugestalten", informiert die Stadtentwicklungsbehörde. Gleichsam sollen durch den begrenzten Einsatz öffentlicher Mittel Impulse für private Investitionen gegeben werden. Natürlich wird auch die Anpassung der Verkehrsinfrastruktur notwendig. Auf der riesigen Freifläche werden inzwischen weit über anderthalb Millionen Besucher pro Jahr gezählt. Tendenz steigend. Dazu kommen das Flughafengebäude, das sich zunehmend als Eventstandort mit jährlich rund 400 000 Besuchern etabliert sowie die geplante Verlagerung des Alliierten Museums in das Flughafengebäude und der mögliche Neubau einer Landeszentralbibliothek. Außerdem sind, wie berichtet, neue Wohnbauten auf dem ehemaligen Flugfeld im Gespräch. Allerdings höchst umstritten.

Seit Anfang 2011 ist die landeseigene Tempelhof Projekt GmbH im Auftrag der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt für die Koordination der ganzheitlichen Entwicklung der heute "Tempelhofer Freiheit" genannten, fast 400 Hektar großen Fläche verantwortlich. Nach eigenen Angaben hat die Projekt GmbH in den vergangenen knapp zwei Jahren im Rahmen des Planungsprozesses bereits "diverse Maßnahmen zur Vernetzung des Areals mit den Nachbarschaften wie auch notwendige Maßnahmen zur Anpassung von Flächen an den sozialen, demografischen und wirtschaftlichen Wandel identifiziert.


Horst-Dieter Keitel / hdk
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