Seniorenvertreter fordern Gleichstellung mit Bürgerdeputierten

Tempelhof-Schöneberg. In allen Ausschüssen der Bezirksverordnetenversammlung wirken neben den Bezirksverordneten Bürgerdeputierte und Seniorenvertreter mit. Letztere haben den Auftrag, die Anliegen der älteren Generation in den Meinungsbildungsprozess der Ausschüsse einzubringen. Trotz vergleichbarer Aufgabenstellung gibt es aber einen sehr wesentlichen Unterschied. Die Bürgerdeputierten haben Stimmrecht, die Seniorenvertreter haben nur beratende Funktion.

"Unsere Mitglieder können diese Ungleichbehandlung nicht verstehen", betont Manfred Kohler, der Vorsitzende der Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg. "Sie leisten genauso wie die Bürgerdeputierten einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft und fühlen sich deshalb herabgesetzt und diskriminiert."

So könne man bürgerschaftliches Engagement nicht fördern, betonte Kohler. Es sei an der Zeit, die Rahmenbedingungen für alle gleich zu gestalten. So fordern die Seniorenvertreter außerdem eine Aufwandsentschädigung für ihre Arbeit. Die Seniorenvertretung Tempelhof-Schöneberg richtet deshalb an den Berliner Senat den ernsthaften Appell, diesen Missstand alsbald zu beseitigen.


Klaus Tessmann / KT
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