Städtische Wochenmärkte sollen attraktiver werden

Tempelhof-Schöneberg. Während sich der Wochenmarkt auf dem Winterfeldtplatz größter Beliebtheit erfreut, dümpeln die Angebote auf vor dem Rathaus Schöneberg und am Tirschenreuther in Marienfelde vor sich hin. Das soll sich jetzt ändern.

Die Fraktionen von SPD und Grünen haben in der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) beschlossen, dass der für Bürgerdienste und das Ordnungsamt zuständige Stadtrat Oliver Schworck (SPD) in den kommenden Wochen ein Konzept für die städtischen Wochenmärkte erarbeiten solle. Vor allem an den beiden Standorten auf dem Schöneberger John-F.-Kennedy-Platz und dem Tirschenreuther Ring in Marienfelde gehen sowohl Angebot als auch Nachfrage zurück oder stagnieren auf eher bescheidenem Niveau.

Ähnliche Anträge hatte die BVV auch in der Vergangenheit schon mehrfach verabschiedet - allerdings stets mit wenig Erfolg. Ein fertiges Konzept liegt auch sechs Jahre nach dem ersten Antrag nicht vor. Der CDU-Verordnete Daniel Dittmar kritisierte Stadtrat Schworck dafür heftig. Dass er sich nach Jahren nun erneut zum Erarbeiten eines Konzepts auffordern lassen müsse, sei wohl kaum ein angemessener Umgang mit Beschlüssen der BVV. Schworck selbst ließ diese Kritik nicht gelten. In den zuständigen Ausschüssen habe er stets darüber Bericht abgeliefert, wie es den einzelnen Märkten gehe.

Ausschreibung wäre teuer

"Darüber hinaus haben wir im Rahmen unserer personellen Möglichkeiten damit begonnen, eine Marktkonzeption zu erarbeiten", so der Stadtrat. Es seien Informationen gesammelt und Händler "vielfältig angesprochen" worden. Weitere Aktivitäten seien personell bisher nicht drin gewesen.

Schworck will die Erstellung des Konzepts nun möglicherweise ausschreiben. Zumindest will er eine entsprechende Vorlage zur Beratung in die BVV geben. "Bei insgesamt sieben kommunalen Wochenmärkten schätze ich die Kosten hierfür aber auf 60 000 bis 70 000 Euro." Für besonders sinnvoll angelegt scheint er diese Investition nicht zu halten: "Alle Märkte arbeiten wirtschaftlich", stellt er klar. Insgesamt erwirtschafte der Bezirk damit pro Jahr fast einen sechsstelligen Betrag.


Ralf Liptau / flip
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