Tempelhofer Nachbar brilliert mit hüpfendem Floh in der ufaFabrik

Um besondere Gäste kümmert sich der Chef persönlich. Juppi und Samuel Beck kennen sich schon lange. (Foto: HDK)

Tempelhof. Stargast im Varieté-Salon der ufaFabrik ist am 14. März Samuel, der Ukulelenprediger mit seiner Band "Narrenmund". Der bundesweit bekannte Musiker hat es nicht weit, wohnt quasi gleich um die Ecke im Tempelhofer Kiez. Und sein Instrument ist weder schwer noch sperrig.

Samuel Beck, wurde die Musik sozusagen schon in die Wiege gelegt. Sein Vater war Gitarrenlehrer und der Filius wurde zum Klavierunterricht geschickt. Eine Investition, die sich auszahlen sollte: "Das Klavier war später ziemlich hilfreich für meine harmonischen Grundlagen als Komponist", erinnert sich der Künstler. Er übte sich auch früh in Gesang, lernte Gitarre, Bass und diverse Percussion-Instrumente spielen.

Das war das Rüstzeug, um als Leadsänger und Gitarrist mit der Band "Luchten" (1988-1997) eine wilde Mischung aus Funk, Metal und Jazz zusammenzumixen. Luchten gewann damit diverse Bandwettbewerbe, veröffentlichte mehrere Tonträger, wurde 1991 Deutscher Rockpreisträger und schaffte es sogar bis nach Japan ins Finale der "Yamaha Band Explosion". Anschließend war Samuel Beck unter anderem über zehn Jahre als musikalischer Leiter, Komponist und Textdichter mit dem Zirkus Flic Flac auf Tour - bis er eines Tages schließlich auf diese eigentümliche Art Gitarre im Miniformat stieß. "Zur Ukulele bin ich erst 2010 gekommen, seit 2011 trete ich als Ukulelenprediger auf", erzählt Samuel Beck.

Ukulele ist ein hawaiianischer Begriff und wird mit "hüpfender Floh" übersetzt. Das Zupfinstrument ist normalerweise mit vier Seiten bespannt, es können aber auch sechs oder acht sein. Entscheidend ist und bleibt natürlich die Virtuosität des Spielers. Der Ukulelenprediger propagiert dazu "eine neuartige Kombination aus Sprache und Musik". "Eine Mischung aus selbst komponierten Ukulelen-Rock-Songs und philosophischen Schlussfolgerungen", beschreibt er sein musikalisches Konzept. "Leise, lyrische Passagen wechseln sich mit laut geschrienen Soul- und Hardrock-Einlagen ab, die mit Texten über Schmerz und Tod unter die Haut gehen", heißt es in der Ankündigung der ufaFabrik.

Auch Juppi, Chefimpressario der Tempelhofer Kulturfabrik am Teltowkanal, freut sich auf das Konzert, sozusagen das zweite Heimspiel seines Nachbarn und Kumpels. "Er ist auf diesem kleinen Ding der Größte", sagt Juppy und bedauert, dass es nur ein Abendkonzert gibt. Aber der Prediger ist ausgebucht.

Die Show in der ufaFabrik, Viktoriastraße 10-18, beginnt am 14. März 20 Uhr. Der Eintritt kostet 14, ermäßigt zehn Euro. Karten unter 75 50 30.

Horst-Dieter Keitel / hdk
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