Ullsteinuhr wieder auf der Höhe der Zeit

Nach jahrelangem Stillstand funktioniert die Turmuhr des Ullsteinhauses wieder. (Foto: HDK)

Tempelhof. Viele Jahre zeigten die Uhren am Turm des Ullsteinhauses eine Minute vor zwölf. Nichts drehte sich, nichts bewegte sich. Nun geht die Uhr wieder und zeigt auch die richtige Zeit.

Das samt Turmuhr unter Denkmalschutz stehende Ullsteinhaus, stadtbekanntes Tempelhofer Wahrzeichen sowie weithin sichtbare Landmarke an der Bundesstraße 96 am Ufer des Teltowkanals, wurde genau an der Schnittstelle zwischen Tempelhof und Mariendorf erbaut. Der Bau wurde im Auftrag der Verlegerfamilie Ullstein 1925/26 nach den Plänen des Architekten Eugen G. Schmohl sowie in der damals revolutionär neuen Stahlbetonbauweise als Druckhaus Tempelhof errichtet und mit roten Backsteinen verklinkert. Aus dieser Zeit stammt auch die vergoldete Turmuhr mit dem mechanisch funktionierenden Uhrwerk, das die fast vier Meter langen und bis zu dreieinhalb Zentner schweren Uhrzeiger rund um das 7,20 Meter durchmessende Ziffernblatt bewegt.
Horst-Dieter Keitel / hdk
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