Vier Schulen erfolgreich im Wettbewerb der Schülerzeitungen

Tempelhof-Schöneberg. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Beim jährlichen berlinweiten Schülerzeitungswettbewerb haben für 2012/13 gleich vier Schulen aus dem Bezirk Preise gewonnen. Damit gingen fünf von 20 Preisen nach Tempelhof-Schöneberg.

Seit fünf Jahren veröffentlichen die Schüler des Rückert-Gymnasiums in der Mettestraße ihre Zeitung "Rückenwind". Vier- bis sechsmal pro Jahr erscheint eine neue Ausgabe - komplett eigenständig erstellt vom Schüler-Redaktionsteam. Finanziert wird die Zeitung über die Einnahmen aus Verkauf und Werbung. "Wir schreiben über ein sehr breites Spektrum an Themen", erklärt Ben Mendelson. Er hat das Blatt in den vergangenen Monaten als Chefredakteur geleitet, macht nun allerdings sein Abi. In den Artikeln gehe es ganz bewusst nicht nur um die Schule, sondern oft auch um politische und gesellschaftliche Themen. "Wir sind dabei eher links geprägt", erklärt Mendelson, der das Blatt deshalb auch ein Stück weit als "politische Zeitung" sieht. Mit einer Ausgabe aus dem vergangenen Jahr haben sie nun gleich zwei Preise gewonnen beim berlinweiten Schülerzeitungswettbewerb, den der Verein Junge Presse Berlin regelmäßig gemeinsam mit Berliner Morgenpost und Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft auslobt.

Für eine Ausgabe rund um das Thema "Diskriminierung an der Schule und in der Gesellschaft" gab es den Sonderpreis "Wertschätzung in der Schule". Außerdem wurden die Jugendlichen mit dem Musikpreis "Hier spielt die Musik" ausgezeichnet. Im entsprechenden Beitrag war es um diskriminierende Songtexte gegangen. Neben der Auszeichnung bekam die rund zehnköpfige Redaktion einen Gutschein zum Herunterladen von Musik, einen Scheck über 250 Euro und zusätzlich vom Bezirk einen Buchgutschein. Die Stadträtin für Bildung und Kultur, Jutta Kaddatz (CDU), hatte alle erfolgreichen Jungredakteure Anfang März zu einer zweiten Siegerehrung in den Goldenen Saal des Rathauses Schöneberg eingeladen.

Gute Voraussetzungen also für den neuen Gabriel Michailidis. Der Zehntklässler bereitet gerade die nächste Ausgabe vor, die demnächst erscheinen soll. Er will das Konzept des Blatts beibehalten, versucht aber, das Redaktionsteam zu vergrößern.

Ein weiterer Preisträger ist die Georg-von-Giesche-Schule in der Hohenstaufenstraße, die mit ihrem Blatt "Voilà" den ersten Platz in der Kategorie Sekundarschulen belegte. Die Redaktion des "YoYo" der Finow-Grundschule in der Welserstraße bekam einen Preis für crossmediales Arbeiten und das Mariendorfer Eckener-Gymnasium in der Kaiserstraße hat mit seiner Zeitung "readme-eck" ebenfalls den Sonderpreis "Wertschätzung in der Schule" gewonnen.


Ralf Liptau / flip
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