Beratungsstelle besteht seit 20 Jahren

Superintendentin Isolde Böhm will das Jubiläumsjahr der Beratungsstelle nutzen, um die vielen Facetten von Leben, Tod und Trauer zu thematisieren. (Foto: HDK)

Tempelhof. "Um das Leben und Sterben nicht aus dem Blick zu verlieren", kündigt die Beratungsstelle für Trauernde im evangelischen Kirchenzentrum am 30. Januar den Start für ein Festprogramm anlässlich des 20-jährigen Bestehens an.

Mit einem Jubiläumsgottesdienst im Margarete-Draeger-Haus. Götzstraße 24b, wird das Festjahr am 30. Januar um 18 Uhr eröffnet. In den folgenden Wochen und Monaten gibt es dann unter anderem Ausstellungen, Filme und Führungen, Vorträge von Fachleuten, Gespräche und Lesungen mit Filmemachern, Schauspielern und Schriftstellern wie zum Beispiel Cuco Wallraff und Esther Maria Magnis, die sich um das Thema Leben und Sterben drehen.

Etwa 90 000 Menschen trauern jährlich in der Hauptstadt um einen ihnen nahe stehenden Menschen. Viele von ihnen suchen in der Zeit der Trauer Hilfe, um den Verlust zu überwinden. Die Tempelhofer Trauerberatungsstelle hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten etwa 10 000 Menschen in ihrem Trauerprozess begleitet und beraten.

"Trauernde Menschen und das Gespräch über Trauer haben in unserer Gesellschaft wenig Platz", sagt Superintendentin Isolde Böhm, Koordinatorin für die Trauerarbeit der evangelischen Kirche in Berlin. "Da ist es gut, ein Jubiläum zu nutzen, um die vielen Facetten von Leben, Tod und Trauer zu zeigen und darüber zu sprechen." Die Theologin fügt hinzu, dass für Menschen, die ihre eigene Endlichkeit nicht ignorieren möchten, die Auseinandersetzung mit dem Tod ein Gewinn sei und das Leben dadurch immer wieder als eine geschenkte Zeit neu erkannt wird. Kontakt: 755 15 16 20.


Horst-Dieter Keitel / hdk
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