Das erste internationale Formel-E-Finale findet auf dem Flugfeld statt

Tempelhof. Das internationale Autorennen der neuen "Formel E"-Klasse kommt 2015 voraussichtlich nach Berlin. Eine von insgesamt zehn Saisonetappen beziehungsweise sogar das Finale, soll auf dem ehemaligen Flughafen ausgetragen werden.

Das Rennspektakel geht ohne Abgase und lautstarke Motorengeräuschen, sondern mit bis zu 225 Sachen schnellen und mit bis zu über 270 PS starken Elektroflitzern über die Piste. Die Autos sollen mit etwa 80 Dezibel nur etwas wenig mehr Lautstärke als ein normaler Pkw auf die Messskala bringen. Es ist gleichsam die Premiere der Formel-E-Meisterschaft. Sie wird in zehn Städten rund um den Globus ausgetragen. Die erste Saison soll im September 2014 starten und im Juni 2015 enden. Die Bekanntgabe der konkreten Etappentermine ist für den 23. September 2013 angekündigt. Klar ist bislang nur, dass neben Berlin auch London, Rom, Los Angeles, Miami, Buenos Aires, Rio de Janeiro, Peking, Putrajaya (Malaysia) und Bangkok mit von der Partie sind. Insgesamt sollen zehn Teams mit 20 Fahrern an den Start gehen. In den anderen Städten findet das Rennen auf regulären Straßen statt. Das hatte der Senat jedoch aus Sicherheitsgründen abgelehnt und dafür das Tempelhofer Feld, das von den Verantwortlichen sowieso als Entwicklungsgebiet der Elektromobilität propagiert wird, ins Spiel gebracht. Dagegen wurde das Ansinnen, ein übliches Formel-1-Rennen auszutragen, wie berichtet, kürzlich strikt abgelehnt. Nun soll das Elektro-Rennen allerdings auch nicht auf den noch vorhandenen Landebahnen, sondern nur auf dem 23 Hektar großen und 1,2 Kilometer langen, mit Leitplanken abgesteckten Vorfeld stattfinden. Für die Zuschauer sollen Tribünen aufgebaut werden.

Die Wahl fiel auf Tempelhof, weil keine Straßen gesperrt oder der Verkehr in irgendeiner Form beeinträchtigt werde, begründet Formel-E-Geschäftsführer Alejandro Agag die Standortwahl für das Finale und verspricht mit Hinweis auf den Denkmalschutz: "Wir fassen nichts an und verändern nichts." Und das Schönste: Der Spaß soll sowohl für die Stadt als auch für das Publikum kostenlos sein. Das Rennen wird von Sponsoren finanziert und der Eintritt ist frei.


Horst-Dieter Keitel / hdk
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