Juden

Verfolgt und ermordet: Weitere Stolpersteine werden verlegt

Susanne Schilp
Susanne Schilp | Neukölln | am 09.11.2016 | 34 mal gelesen

Neukölln. Stolpersteine für Neukölln: Am 15. November verlegt der Künstler Gunter Demnig neun neue Tafeln. Sie erinnern an jüdische Menschen, die von den Nazis verfolgt und ermordet wurden.Die Stolpersteine werden vor den ehemaligen Wohnhäusern ins Pflaster des Trottoirs eingelassen. Um 10.30 Uhr geht es an der Emser Straße 109 los: Hier lebten Erna, Margot und Willy Pese. Am 27. November 1941 wurden sie nach Riga deportiert...

Wider das Vergessen

Karen Noetzel
Karen Noetzel | Schöneberg | am 26.07.2016 | 2 mal gelesen

Berlin: Löcknitz-Grundschule | Schöneberg. „Menschen, die man vergisst, sterben ein zweites Mal“, sagt Schulleiterin Christa Niclasen. Damit es dazu nicht kommt, hat die Löcknitz-Schule 1995 ihr Projekt der Denksteinniederlegungen ins Leben gerufen. Seither sind für die jüdischen Opfer nationalsozialistischen Gewaltherrschaft insgesamt 1138 Steine gesetzt worden. Zur jüngsten Denksteinsetzung der sechsten Klassen der Schöneberger Schule am 14. Juli kamen...

Ein Rabbiner über die Schoa

Thomas Schubert
Thomas Schubert | Charlottenburg-Nord | am 27.06.2016 | 14 mal gelesen

Berlin: Evangelischen Gedenkkirche Plötzensee | Charlottenburg-Nord. Zum nächsten Plötzenseer Abend am Donnerstag, 30. Juni, erwartet Besucher ein Vortrag des Rabbiners Professor Andreas Nachama. Ihn kennt man als langjährigen Direktor der Stiftung Topographie des Terrors in Berlin und als Rabbiner der Synagoge Sukkat Schalom in der Herbartstraße. Nachama spricht ab 19.30 Uhr in der Evangelischen Gedenkkirche Plötzensee, Heckerdamm 226, über jüdische Versuche einer...

Intellektuelle in Berlin um 1800

Thomas Frey
Thomas Frey | Kreuzberg | am 04.04.2016 | 9 mal gelesen

Berlin: Jüdisches Museum | Kreuzberg. Das Verhältnis von jüdischen und christlichen Berliner Intellektuellen Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist das Thema einer internationalen Konferenz, die vom 6. bis 8. April im Jüdischen Museum, Lindenstraße 9-14, stattfindet. Dabei geht es unter anderem um persönliche Freundschaften, die Bedeutung der damaligen Salonkultur oder das Mitwirken von Juden in Carl Friedrich Zelters Berliner...

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Unbekannte zerstören Gedenkschild „Von hier fuhren Züge ins Gas“

Karen Noetzel
Karen Noetzel | Moabit | am 23.03.2016 | 96 mal gelesen

Moabit. Unbekannte haben das Gedenkschild zur Erinnerung an die Deportationen jüdischer Menschen vom Güterbahnhof Moabit zerstört.Das etwa fünf Meter breite Schild war ein Provisorium. Die Initiative „Sie waren Nachbarn“ hatte es im Mai vergangenen Jahres an einem Zaun in der Ellen-Epstein-Straße angebracht, um für ein Mahnmal vor Ort zu werben. „Exakt an der Stelle, von der aus der Großteil der Berliner Juden in die...

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Ballermann-Pavillons kommen weg: Am Holocaust-Mahnmal wird bald gebaut

Dirk Jericho
Dirk Jericho | Mitte | am 27.02.2016 | 218 mal gelesen

Berlin: Holocaust-Mahnmal | Mitte. Pizza, Hotdogs, Bier und Berlin-Souvenirs – damit ist jetzt Schluss. Die Pavillons direkt am Stelenfeld des „Denkmals für die ermordeten Juden Europas“ werden geschlossen. Der Münchner Projektentwickler MUC Real Estate plant an der Cora-Berliner-Straße ein Wohnhaus. Den Mietern der Restaurants, Imbissbuden und Souvenirshops in den 2006 eröffneten Pavillons am Holocaust-Mahnmal ist zum 31. März 2016 gekündigt worden....

Ausstellung über Juden im Sport

Dirk Jericho
Dirk Jericho | Französisch Buchholz | am 23.01.2016 | 98 mal gelesen

Berlin: Blindenwerkstatt Otto Weidt | Mitte. Am 28. Januar wird die vom Förderverein „Blindes Vertrauen e.V.“ gestaltete Ausstellung mit dem Titel „Verdrängt - Verfolgt - Vergessen“ über „Berliner Juden im Sport vor und nach 1933“ im Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt in der Rosenthaler Straße 39eröffnet. Um 18 Uhr sprechen Landessportbundpräsident Klaus Böger, Gert Rosenthal, Sohn von Hans Rosenthal, und Leonard Kaminski vom TuS Makkabi Berlin. Die Ausstellung...

Rechte beschmieren Einrichtungen

Harald Ritter
Harald Ritter | Marzahn | am 12.11.2015 | 178 mal gelesen

Berlin: Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte | Marzahn. Das Stadtteilzentrum Marzahn-Mitte, Marzahner Promenade 38, wurde in der Nacht zu Dienstag, 10. November, mit einem Davidstern und dem Buchstaben „J“ beschmiert. Auch die Schaufenster der wenige Meter entfernten Galerie M wurden mit dem Buchstaben "J" beschmiert. Beides sind Symbole für den Begriff Jude, die auch von den Nazis im Dritten Reich verwendet wurden. Am 10. November 1938 setzen die Nazis in der...

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Die NS-Zeit in Neukölln: Neue Kiez-Führung und Theater im Heimathafen

Klaus Teßmann
Klaus Teßmann | Neukölln | am 19.09.2015 | 227 mal gelesen

Berlin: Heimathafen Neukölln | Neukölln. Der Saalbau an der Karl-Marx-Straße 141 – seit Jahren bespielt vom Volkstheater Heimathafen – war während der NS-Zeit ein Lager für Möbel, Kleider und Wertgegenstände geflüchteter und deportierter jüdischer Bürger. Daran erinnert nun das Theaterstück "Aktion N!".73 Jahre nach dem Verschwinden der jüdischen Familie Pese, deren Möbel im Saalbau gelandet sind, tagt am selben Ort ein Neuköllner ...

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Antisemitische Beleidigungen waren kein Einzelfall

Michael Nittel
Michael Nittel | Westend | am 17.09.2015 | 406 mal gelesen

Berlin: Julius-Hirsch-Sportanlage | Westend. Nach dem Abbruch des Fußballspiels TuS Makkabi III gegen den BFC Meteor III am 30. August ermittelt der polizeiliche Staatsschutz. Berliner Woche-Reporter Michael Nittel sprach mit Claudio Offenberg, sportlicher Leiter beim TuS, am Tag des jüdischen Neujahrsfestes über die Ausschreitungen und Antisemitismus im Fußball.? Waren diese Entgleisungen vom 30. August mit den anschließenden Ausschreitungen ein Einzelfall?...

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Schriften aus dem Lager: Publikationen der „Displaced Persons“

Thomas Frey
Thomas Frey | Kreuzberg | am 07.09.2015 | 127 mal gelesen

Berlin: Jüdisches Museum | Kreuzberg. Unter dem Titel „Im fremden Land“ zeigt das Jüdische Museum in der Lindenstraße 9-14 eine Sammlung von Publikationen, die nach 1945 in den sogenannten Displaced Persons-Lager entstanden sind. Rund eine Viertelmillion Juden aus Osteuropa hielten sich in der unmittelbaren Nachkriegszeit in solchen Camps in Deutschland auf. Sie konnten oder wollten nach den Jahren der Flucht und der Deportation nicht mehr in ihre...

Junge Juden in Deutschland

Thomas Frey
Thomas Frey | Kreuzberg | am 25.06.2015 | 52 mal gelesen

Berlin: Jüdisches Museum | Kreuzberg. Wie leben und erleben die Enkel der Holocaust-Überlebenden Deutschland 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs? Diese Frage hat der Autor David Ranan jungen Juden gestellt, die sich in den vergangenen Jahren nicht zuletzt in Berlin niedergelassen haben. Antworten präsentiert er in einem Buch, das am Dienstag, 7. Juli, im Jüdischen Museum, Lindenstraße 9-14, vorgestellt wird. Beginn ist dort um 19 Uhr, der...

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"Judenspediteur" rettete Verfolgte während der Nazi-Zeit

Harald Ritter
Harald Ritter | Marzahn | am 30.10.2014 | 46 mal gelesen

Marzahn. Das Schicksal und das Handeln eines Marzahner Unternehmers während der Nazi-Zeit sind Gegenstand des nächsten Gesprächs zur Geschichte im Bezirksmuseum.Der Historiker Bjoern Weigel stellt am Mittwoch, 12. November, den Marzahner Spediteur Erich Scheffler vor. Scheffler war unter dem Namen "Judenspediteur" bekannt. Der Fuhrunternehmer stieg ab Mitte 1942 zu einem wohlhabenden Mann auf. Er erledigte im Auftrag des...

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Jüdisches Bildungszentrum begeht Sukkot-Fest

Thomas Schubert
Thomas Schubert | Wilmersdorf | am 13.10.2014 | 80 mal gelesen

Wilmersdorf. Lauben als heilige Stätten: In diesen Tagen kommen die Feierlichkeiten des Sukkot zum Ende - und Rabbiner Yehuda Teichtal empfing Hunderte Gläubige in der größten Hütte Berlins. Die Botschaft ist auch für Außenstehende hörenswert: Jeder Mensch hat den gleichen Wert.Er schwenkt den Feststrauß nach Osten, nach Süden, nach Westen, zuletzt nach Norden, oben und unten, besiegelt das Gebet im Beisein seiner...

Begegnung für Toleranz

Ulrike Martin
Ulrike Martin | Zehlendorf | am 25.08.2014 | 20 mal gelesen

Zehlendorf. Der Evangelische Diakonieverein Berlin-Zehlendorf lädt am Donnerstag, 4. September, zum Gespräch der Religionen ein.Juden, Christen und Muslime sollen für ein tolerantes Miteinander ins Gespräch kommen. Dabei steht vor allem die Ansprache junger Menschen im Mittelpunkt. Außerdem wird das Schulprojekt "meet2respect" - Begegnungen für Toleranz und Frieden, gegen Antisemitismus und Islamophobie vorgestellt. Auf dem...

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105 Stolpersteine werden von Anwohnern verlegt

Karen Noetzel
Karen Noetzel | Moabit | am 17.07.2014 | 111 mal gelesen

Moabit. Anwohner der Thomasiusstraße haben sich in einer Initiative zusammengefunden. Ihr Ziel: Sie wollen an Verfolgung und Deportation von 105 jüdischen Bürgern aus ihrem Viertel erinnern.Mit Stolpersteinen, kleinen Bodendenkmalen, wollen Oliver Geiger und seine Nachbarn die vergessenen Bewohner "in die Straße zurückholen". Die Initiative hat das Schicksal der ehemaligen Mitbürger in Archiven recherchiert. Die Biografien...

Über 1000 Denk-Steine erinnern an jüdische Bewohner

Karen Noetzel
Karen Noetzel | Schöneberg | am 14.07.2014 | 50 mal gelesen

Schöneberg. Wie in jedem Jahr seit 1994 hat die Löcknitz-Grundschule auch diesmal am 3. Juli wieder eine Denksteinniederlegung begangen.Zur Feier waren die Zeitzeuginnen Margot Friedländer und Rahel Mann sowie die 94-jährige Lolita Goldstein aus New York eingeladen. Mit der Niederlegung 2014 sind es nunmehr 1051 Steine, die an jüdische Mitbürger in Schöneberg erinnern. Seit zwei Jahrzehnten suchen jeweils die Schüler der...

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Erinnerung an die ermordeten Kinder und Betreuer

Bernd Wähner
Bernd Wähner | Prenzlauer Berg | am 03.07.2014 | 107 mal gelesen

Prenzlauer Berg. An die Geschichte der jüdischen Baruch-Auerbach’sche Waisen-Erziehungsanstalt erinnert jetzt ein Kunstwerk. Künstlerin Susanne Ahner hat die frühere Vorgartenmauer des Waisenhauses zu einem Mahnmal umgestaltet.Die Künstlerin ließ Namen und Alter von Kindern, Jugendlichen und Betreuern, die ermordet wurden, in das historische Mauerwerk gravieren. Vor dem Mauerrelikt ist außerdem eine Informationstafel...

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Gedenkkonzert für 34 000 holländische Juden

Susanne Schilp
Susanne Schilp | Neukölln | am 23.06.2014 | 32 mal gelesen

Neukölln. Kaum vorstellbar: Jules Schelvis hat neun Konzentrationslager überlebt. Am Mittwoch, 2. Juli, um 20.30 Uhr kommt der 93-jährige Holländer in die Martin-Luther-Kirche, Fuldastraße 50. Bei einem Gedenkkonzert berichtet er vom Vernichtungslager Sobibor.Dort wurden rund 34 000 niederländische Juden ermordet. Während des Konzerts erzählt Jules Schelvis, der Sobibor, Auschwitz und sieben weitere KZ überlebte, in deutscher...

Projekt für jüdische und muslimische Frauen

Ulrike Martin
Ulrike Martin | Charlottenburg | am 05.06.2014 | 41 mal gelesen

Charlottenburg-Wilmersdorf. Das Online-Magazin für Frauen Aviva startet mit "Lokale Geschichte(n) Charlottenburg-Wilmersdorf" ein Projekt für jüdische und muslimische Frauen und sucht Teilnehmerinnen."Wir rufen dazu auf, sich auf die Suche nach spannenden Frauenbiografien zu machen", so Sharon Adler, Aviva-Herausgeberin. Dabei ist es zweitrangig, ob die Frauen berühmt oder unbekannt, noch leben oder schon lange verstorben...

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Gedenktafel für jüdische Spandauer enthüllt

Christian Schindler
Christian Schindler | Spandau | am 20.05.2014 | 45 mal gelesen

Spandau. Mit einer Feier haben das Bezirksamt und die Jugendgeschichtswerkstatt am 18. Mai die Gedenktafel am Haus Breite Straße 33 enthüllt. In diesem wohnten zeitweise 18 von den Nationalsozialisten verfolgten Juden.Zum Schluss sprach der Historiker und Rabbiner Dr. Andreas Nachama das Kaddisch, eines der wichtigsten Gebete des Judentums. Es ist eine Lobpreisung Gottes, wird von den Gläubigen aber auch mit Trauer und Tod...