200 Jahre Fahrrad: Kulturforum zeigt Ausstellung „Radlerei“

Selbst Henri Toulouse-Lautrec ließ sich begeistern und schuf 1896 dieses Werbeplakat für Fahrradketten der Firma Simpson. (Foto: Kunstbibliothek / Dietmar Katz)
Berlin: Kulturforum |

Tiergarten. Vor 200 Jahren erfand der Karlsruher Forstbeamte Karl Freiherr von Drais eine Laufmaschine, die Draisine. Sie ist die Urform unseres modernen Fahrrads. Zum Jubiläum zeigt die Kunstbibliothek der Staatlichen Museen die Ausstellung „Radlerei“.

Für die Schau am Kulturforum, Matthäikirchplatz 6, die noch bis zum 14. September zu sehen ist, hat die Kunstbibliothek rund 70 Exponate aus ihren Sammlungen von Grafikdesign, Modebild und Fotografie zusammengestellt. In allen steht das Fahrrad im Zentrum.

Die in den Foyer-Vitrinen des Kulturforums präsentierte Ausstellung „Radlerei“ ist ein üppiger Bilderbogen, der kaum ein Detail der Fahrradgeschichte vom frühen Veloziped bis zum Kultobjekt des 21. Jahrhunderts auslässt. Plakate, Fotografien, Drucke, Bücher und Zeitschriften aus den Jahren 1817 bis 2017 belegen, wie schnell sich die Erfindung verbreitete, wie die in den 60er-Jahren des 19. Jahrhunderts hinzugefügte Tretkurbel für die Entwicklung unterschiedlichster Fahrradtypen sorgte: Dreirad, Hochrad, „Sicherheitsrad“, Rennrad; welchen Siegeszug das Fahrrad als beliebtestes Fortbewegungsmittel ab den 1880er-Jahren feierte und dass Drais’ Erfindung auch ein Politikum wurde – wenn Frauen damit fahren wollten. KEN

Das Kulturforum, Matthäikirchplatz 6, ist geöffnet montags bis freitags von 9 bis 20 Uhr, sonnabends und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt zur „Radlerei“ ist frei.
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