Felleshus zeigt Neues aus der Design- und Musikszene

Die singenden Alltagsgegenstände sind besonders für Kinder ein richtiger Anziehungspunkt in der neuen Ausstellung. (Foto: KEN)
Berlin: Felleshus |

Tiergarten. Unter dem Motto "Play Nordic" (Spiel es nordisch) bringen die Botschaften von Dänemark, Finnland, Island, Norwegen und Schweden bis 1. Oktober Musik und ausgewähltes Design junger Nachwuchskünstler aus ihren Ländern ins Felleshus, dem Kulturhaus der nordischen Staatsvertretungen in der Rauchstraße 1.

Gemeinsame Ausstellungen der Skandinavier hat es bereits zahlreiche gegeben, zuletzt die über den Kieler Frieden. "Für jede Ausstellung müssen wir den Raum neu erfinden", sagt Islands Botschafter Gunnar Snorri Gunnarsson. Die aktuelle, bei der es auch um Musik geht, sei eine besondere Herausforderung, so der Diplomat. "Wie kann man eine Schau gestalten, in der Musik die Hauptrolle spielt?", fragte sich Gunnarsson.

Gelungen ist das der Kuratorin Katrin Greiling. Durch ein harmonisches Miteinander von Design, Livemusik, Workshops für Kinder zu nordischer Popmusik, Filmnächten und Gesprächsrunden mit Künstlern. Die Besucher können auf den Designermöbeln entspannen und im Oslo-Café eine Tasse Kaffee genießen, während sie in Magazinen und Büchern blättern oder die Musikszene über eine "Nordic Playlist" online kennenlernen. Die "Singing Instruments" (Singende Instrumente) sind Alltagsgegenstände wie Waschbecken, die bei Benutzung Klänge produzieren. Die Installationen sind ein Beitrag aus dem schwedischen Umea, der Europäischen Kulturhauptstadt 2014.

Nach den Worten des isländischen Botschafters wollen die fünf nordischen Vertretungen neue Besucherschichten nach Tiergarten locken, insbesondere junge Menschen und Familien. "Hier ist das Herz von Berlin", sagt Gunnar Snorri Gunnarsson und verspricht einen "spannenden Sommer". Es gebe sicherlich andere Orte in der Stadt, die mehr mit Musik verbunden seien, so Gunnarsson. "Wir wollen versuchen, ein kleines nordisches Zentrum für Musik zu schaffen." Der Diplomat erinnert daran, dass im 19. Jahrhundert so gut wie alle Komponisten aus Nordeuropa in Deutschland studiert haben. "Wir wollen zeigen, was daraus geworden ist und wie nordische Musik heutzutage klingt."

Programm und nähere Informationen auf www.play-nordic.com und Musik online unter www.nordicplaylist.com.

Karen Noetzel / KEN
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