Kreativität ist gefragt: Finale im Architekturwettbewerb zum Museum der Moderne

Berlin: Museum der Moderne |

Tiergarten. Die letzte Runde im Realisierungswettbewerb für das geplante Museum des 20. Jahrhunderts ist eingeläutet.

Insgesamt 42 internationale Teams von Architekten und Landschaftsplanern treten zum Finale um das „M20“ an. Es soll zwischen Neuer Nationalgalerie und Philharmonie entstehen und die umfangreichen Bestände der Neuen Nationalgalerie sowie drei Privatsammlungen aufnehmen. Im November 2014 hatte der Deutsche Bundestag der Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SPK) als Bauherrin dafür 200 Millionen Euro bewilligt. Über mehrere Wettbewerbsstufen wurden die Teilnehmer der Endrunde ermittelt. Den Anfang machte ein offener Ideenwettbewerb, über den sich zehn Architekturbüros qualifizierten. 13 Büros wurden eingeladen. 19 weitere ermittelte man in einem zweiten, international ausgeschriebenen Wettbewerb.

Neben Stars wie die Schweizer Herzog & De Meuron aus Basel, das japanische Büro Sanaa, das Londoner Büro der kürzlich verstorbenen Architektin Zaha Hadid und die Berliner Filiale von David Chipperfield mischen viele renommierte, aber auch weniger bekannte Architekturbüros mit. Aus Deutschland sind Behnisch Architekten (Ozeaneum Stralsund), Barkow und Leibinger (Tour Total), Max Dudler (Jacob- und Wilhelm-Grimm-Zentrum), Sauerbruch und Hutton (GSW-Hochhaus) oder Volker Staab (Erweiterungsbau für das Bauhaus-Archiv) mit dabei. Daneben beteiligen sich zahlreiche unbekannte Architekturbüros von Norwegen bis China.

Die gestellte Aufgabe gleicht der Quadratur des Kreises. Die Museumsentwürfe sollen „städtebaulich wie funktional überzeugen“, so Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU), „spannend und mutig“ sein und nach den Worten des Stiftungspräsidenten Hermann Parzinger „ein neues Zeichen an diesem Ort setzen“, gleichzeitig jedoch das bestehende Ensemble des Kulturforums nicht in Frage stellen.

Die Finalisten brauchen viel Kreativität und Kompetenz, um das stadtplanerische Problem Kulturforum zu lösen. Die Büros haben im Juni die Auslobungsunterlagen erhalten. Bis Mitte September bleibt ihnen Zeit für Pläne und Modelle. Das Preisgericht tritt Ende Oktober zusammen. KEN
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