Lange Nacht der Museen: In Tiergarten nehmen gleich neun Häuser teil

Tim Renner (rechts) mit Moritz van Dülmen (links) und dem Generaldirektor der staatlichen Museen, Michael Eissenhauer, im Gespräch. (Foto: KEN)

Tiergarten. "Eine für Alle" heißt es am 17. Mai. Zum ersten Mal veranstalten die Berliner Museen, Schlösser und Gedenkstätten nur eine Lange Nacht der Museen.

"Wir haben die Sommer- und die Winter-Lange-Nacht zur Frühlings-Langen-Nacht gemacht", so Moritz van Dülmen, Geschäftsführer der mitorganisierenden Kulturprojekte Berlin GmbH. 80 Häuser, von den klassischen Kulturtempeln auf der Museumsinsel bis zu den "Neulingen" des Kultur-Festivals wie "me Collectors Room/Stiftung Olbricht", des Museums in der Kulturbrauerei, des Tieranatomischen Theaters der Charité oder des Trabi-Museums, sind am Vorabend des internationalen Museumstages geöffnet.

Die Besucher könnten von 18 bis 2 Uhr "echte Schätze der Stadt heben", sagt der neue Staatssekretär für Kulturelle Angelegenheiten, Tim Renner, auf seiner allerersten Pressekonferenz. Und noch etwas ist neu: Die Eintrittskarte zum Preis von 18, ermäßigt zwölf Euro gilt auch noch am Internationalen Museumstag und nicht nur in den Häusern, die an der Langen Nacht teilgenommen haben, sondern in allen staatlichen Museen.

In Tiergarten nehmen gleich neun Häuser an der Langen Nacht teil. Im Zentrum des Programms der dortigen Staatlichen Museen, der Gemäldegalerie, des Kupferstichkabinetts und der Neuen Nationalgalerie am Kulturforum steht die Aktion "Halten Sie Ausschau!". Kunst- und Kulturvermittler bieten Gespräche an, die sich an "Entdecker" unerwarteter Begegnungen, "Eilige" oder "Praktiker" wenden, die an der Herstellungsweise der Kunstwerke interessiert sind. In der von Friedrich August Stüler 1846 erbauten St. Matthäus-Kirche werden unter dem Titel "Unser tägliches Brot?" um 19, 20 und 21 Uhr Texte unter anderem von Paul Celan gelesen. Es singt das Berliner Frauen-Vokalensemble, begleitet von Lothar Knappe an der Orgel.

Höhepunkt im Zoo-Aquarium, in dem nachts Tiere erwachen, die man tagsüber nie zu Gesicht bekommt, ist um 20, 21.30 und 23 Uhr die Fütterung von Haien und Reptilien. Im Bauhaus-Archiv, Klingelhöferstraße 14, sind die Gäste zur Geburtstagsfeier des Bauhaus-Gründers Walter Gropius eingeladen. Dort kann man unter anderem Geburtstagskarten selbst gestalten. Ab 22 Uhr gibt es Jazz im Garten und um Mitternacht Sekt und Torte. Gefeiert wird auch im Schwulen Museum, Lützowstraße 73.

Einen Steinwurf entfernt, im Haus am Lützowplatz, präsentiert Susanne Schierdewahn Bildnisse von Persönlichkeiten aus der Berliner Kulturszene und lädt um 19 und 23 Uhr zur Porträtsitzung ein.


Karen Noetzel / KEN
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