Rückkehr der Pandabären: Zoo plant neues Gehege im Millionenwert

Zoodirektor Andreas Knieriem befürwortet einen Neubau, der an den alten chinesischen Musikpavillon erinnert. (Foto: Zoo Berlin)
Berlin: Zoologischer Garten Berlin |

Tiergarten. Für Tierfreunde ist es die Nachricht des Jahres: Im Zoologischen Garten werden wieder Pandabären heimisch. Kanzlerin Angela Merkel soll die Vereinbarung mit der Volksrepublik China persönlich erwirkt haben. Jetzt muss Direktor Knieriem schnell handeln – und zeigt, wo die Bären leben sollen.

Von Bao Bao, der 2012 dahinschied, blieben den Berlinern nur Erinnerungen. Und man muss schon das Naturkundemuseum besuchen, um die ausgestopften Überreste seiner Art zu bestaunen. Lebende Pandas im Zoo? Gibt es schon seit drei Jahren nicht mehr. Doch nun: Hoffnung auf eine Rückkehr der bedrohten Bären. Mit Bekanntwerden der Einigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit der chinesischen Regierung steht fest, dass der Zoo eine Leihgabe empfangen wird. Offenbar handelt es sich um ein Panda-Paar, wodurch man die gleiche Situation erhielte wie zuletzt mit Bao Bao und seiner Gefährtin Yan Yan.

Wohin mit den Neuen? Das war das Erste, was sich die Entscheidungsträger im Zoo mit Bekanntgabe der Nachricht fragten. „Die alten Anlagen sind weder geeignet noch ist es unser Anspruch, auf diese Weise wieder Pandas zu halten“, schließt Direktor Andreas Knieriem die alte Bleibe aus.

So gut wie sicher ist dafür der Neubau eines viel größeren Geheges direkt am Hauptweg, der vom Elefantentor ins Zooinnere führt. In einer sonnigen Ecke, wo schon einmal asiatische Exotik zur Geltung kam. Früher stand dort ein chinesischer Musikpavillon. Das angrenzende Hirschgehege könnte dem Projekt Panda weichen, zumal im Tierpark Friedrichsfelde für die Huftiere noch ein zweites Areal vorhanden ist.

Knieriem macht keinen Hehl daraus, dass er seit seinem Einstieg als Direktor keine Neuansiedlung so intensiv vorangetrieben hat wie jene der Pandabären. Kein anderer deutscher Zoo hat sie derzeit in seinen Beständen. „Diese Tiere wären wichtige Botschafter für die Bedrohung ihrer Artgenossen in freier Wildbahn“, stellt er fest. „Sie sind echte Sympathieträger.“ Schätzungen zufolge leben nur noch knapp 2000 Exemplare in den Wäldern von chinesischen Gebirgen.

Grund genug, einen Millionenbetrag für das Panda-Gehege in die Hand zu nehmen. Wobei die von Merkel beschafften Bären definitiv Leihgaben bleiben. Selbst der mögliche Nachwuchs bliebe Eigentum der Volksrepublik China. tsc
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