Staatsbibliothek zeigt Ausstellung zu Kinderbüchern im Ersten Weltkrieg

Tiergarten. Der Erste Weltkrieg fand in der zeitgenössischen Publizistik reichen Niederschlag. Was sich da auf dem Gebiet der Kinderbücher abspielte, zeigt die Staatsbibliothek in einer bis zum 5. April laufenden Ausstellung in ihrem Haus an der Potsdamer Straße.

Die Ausstellung in der Reihe "Literatur im Foyer" ist Teil des Gedenkjahrs "Aufbruch 1914 Weltbruch", in dem die Berliner Sammlungen an den Ersten Weltkrieg, die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts erinnern und ihre Folgen schildern. Anhand von deutschen und ausländischen Kinder- und Jugendbüchern zeigt sie, mit welchen künstlerischen und sprachlichen Mitteln den Heranwachsenden die Notwendigkeit des Krieges und sein Verlauf erklärt wurde und wie sie zu "vaterländischen Heldentaten" aufgefordert wurden.

Deutlich wird, dass Kinderbücher überall ein wichtiges Mittel der Kriegspropaganda waren. In der Minderheit waren Autoren und Illustratoren, die ausdrücklich vor der Kriegsgefahr warnten und pazifistische Positionen vertraten. Die Dokumentation mit erschütternden Beispielen für den damals in allen Ländern herrschenden "Hurra-Patriotismus" und die Heroisierung des Massensterbens auf dem, wie man sagte, "Feld der Ehre" ist Teil einer umfassenden Ausstellung "Das Kinderbuch erklärt den Krieg", die die Staatsbibliothek ab August 2014 im Kinderbuchmuseum Troisdorf (Nordrhein-Westfalen) zeigen will. Beide Ausstellungen sind Teil des Gedenkens der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zum Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren.

Die Ausstellung "Der Erste Weltkrieg im Kinderbuch" im Dietrich-Bonhoeffer-Saat ist montags bis freitags von 9 bis 21 Uhr und sonnabends von 10 bis 19 Uhr.

Helmut Caspar / HC
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