Zwei Botticellis werden restauriert

Berlin: Gemäldegalerie |

Tiergarten. In fünf Monaten eröffnet in der Gemäldegalerie am Kulturforum die spektakuläre Ausstellung "The Botticelli Renaissance". In der Restaurierungswerkstatt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

In der großen Bilderschau sollen auch zwei Gemälde aus der Werkstatt Sandro Botticellis (1445-1510) zu sehen sein, die sich seit dem Krieg im Depot der Gemäldegalerie befanden. Für ihren ersten Auftritt müssen sie restauriert und konserviert werden. Der Holzwurm wütete an ihnen. Da ist einmal das 57 mal 43 Zentimeter große Gemälde "Christus als Erlöser". Es entstand um 1500 und gehört zum Gründungsbestand der Gemäldegalerie. 1821 wurde es mit der Sammlung des englischen Kaufmanns Solly erworben.

Dieses Werk wie auch das Rundbild "Muttergottes mit Kind und anbetendem Johannesknaben" mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern, der ebenfalls im 19. Jahrhundert nach Berlin kam, illustriert sehr eindrücklich, dass der italienische Meister entgegen der landläufigen Meinung, er habe unter dem Einfluss des Bußpredigers Savonarola (1452-1498) das Malen aufgegeben, sehr wohl weiter malte. In seinem letzten Lebensjahrzehnt entstanden fast ausschließlich Bilder religiösen Inhalts. Das Rundbild entstand im Auftrag eines Florentiner Bürgers.

Ab 24. September können die beiden Werke aus dem Depot mit weiteren Bildern des Renaissancekünstlers aus Berliner Beständen und aus den großen Museen Europas und Amerikas bewundert werden.

Flexi-Tickets für die Ausstellung können schon heute online erworben werden unter http://asurl.de/12iy.

Karen Noetzel / KEN
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