Das Deutsche Institut für Normung sorgt für Qualität

Damit alles "normal" verläuft im Alltag, gibt es das DIN, das Deutsche Institut für Normung. Seinen Sitz hat es in Tiergarten am DIN-Platz. (Foto: KEN)

Tiergarten. DIN A4, DIN A3 oder DIN A5 - jedem sind diese Bezeichnungen schon begegnet. Gemeint sind die festgelegten Abmessungen von Papier oder Karton. Oder da ist DIN EN 13724. Dahinter versteckt sich die Briefkastennorm, damit weder Vermieter noch Mieter Probleme beim Empfang von Post haben. Festgelegt hat diese Größen das Deutsche Institut für Normung, kurz DIN.

Seinen Sitz hat die Organisation am DIN-Platz. Vor zwei Jahren erhielt der Platz an Kurfürsten- und Burggrafenstraße seinen Namen. Über 500 Mitarbeiter des privatrechlichen Vereins sorgen dafür, dass alles "normal" ist, also einer "Norm" entspricht. Dinge müssen gebrauchstauglich und sicher sein. Sie dürfen der Gesundheit nicht schaden. Sie müssen Qualität besitzen sowie den Anforderungen von Verbraucher- und Umweltschutz genügen. Darüber hinaus wird am DIN-Platz angestrebt, dass allgemein anerkannte Regeln der Technik eingehalten und der derzeitige Stand der Technik berücksichtigt wird. Gegründet wurde das Deutsche Institut für Normung im Jahre 1917, mitten im Ersten Weltkrieg, als "Normalienausschuss für den Maschinenbau". Urheber der Gründungsidee war das "Königliche Fabrikationsbüro für Artillerie" (Fabo-A).Ziel war es, die Rüstungsproduktion zu rationalisieren und dafür die Maschinenelemente zu vereinheitlichen. 1926 folgte eine Umbenennung in "Deutscher Normenausschuss". Sein Arbeitsfeld beschränkte sich nicht länger auf die Industrie. Heute ist das DIN die bedeutendste nationale Normungsorganisation Deutschlands. Gemeinsam mit Herstellern, Handel, Industrie und Wissenschaft, Verbrauchervertretern, Prüfungsinstituten und Behörden erarbeitet das DIN die Normen. Bei elektrischen Geräten kooperiert das Institut mit dem deutschen Verband der Elektrotechnik (VDE). Auf europäischer und internationaler Ebene arbeitet das DIN mit den Gremien ISO (The International Organization for Standardization) und CEN (Comite Europeen de Normalisation) sowie in den elektrotechnischen Organisationen IEC (International Electrotechnical Commission) und CENELEC (Comit Europeen de Normalisation Electrotechnique) zusammen, um deutsche Interessen zu vertreten, den freien Warenverkehr zu gewährleisten und internationale Normen in das deutsche Normenwerk einzugliedern. Nachzulesen sind alle DIN-Normen in Veröffentlichungen des institutseigenen Beuth-Verlags.


Karen Noetzel / KEN
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