Jubiläum des englischen Gartens vertieft Freundschaft

Botschafter Simon McDonald und Bundespräsidialamtsleiter David Gill haben in der vergangenen Woche die dritte britisch-deutsche Eiche gepflanzt. (Foto: Liptau)

Tiergarten. Zum 60. Geburtstag von Teehaus und Englischem Garten im Großen Tiergarten haben der britische Botschafter Simon McDonald und der Leiter des Bundespräsidialamtes, Staatssekretär David Gill in der vergangenen Woche eine junge Eiche gepflanzt.

Sie haben damit das wiederholt, was Queen Elizabeth vor knapp 50 Jahren, im Jahre 1965, bei ihrem ersten Besuch in Westberlin schon einmal gemacht hat. Die Eiche, die die Königin damals vor dem Teehaus im Berliner Englischen Garten gepflanzt hat, steht noch heute. Der Englische Garten war vor 60 Jahren im Großen Tiergarten von den Engländern angelegt worden und sollte künftig an die Freundschaft der beiden Länder und die gute Zusammenarbeit in Zeiten der Berlin-Blockade erinnern. "Die Königin hat bis heute eine ganz besondere Beziehung zu diesem Garten", versichert Botschafter McDonald. Für die Bepflanzung hatten damals zahlreiche Engländer, aber auch das Königshaus selbst Sträucher und Bäume gespendet. 1952 wurde die Anlage vom damaligen britischen Botschafter Sir Anthony Eden und dem Regierenden Bürgermeister Berlins Ernst Reuter (SPD) eröffnet. Nun 60 Jahre später luden die Betreiber des Teehauses zur Jubiläumsfeier.McDonald sieht in dem Garten bis heute "ein schönes und starkes Symbol der deutsch-britischen Freundschaft" und lobte auch die Idee, zum 60. Geburtstag einen neuen Baum zu pflanzen. Damit gebe es in Berlin nun drei bilaterale Eichen. Denn auch im Innenhof der britischen Botschaft wächst ein solcher Baum. Auch für Staatssekretär David Gill, als Leiter des Bundespräsidialamts der oberste Beamte der Republik, ist die Eiche ein Symbol der Freundschaft zwischen Deutschland und England. "Sie steht fest verwurzelt in der Landschaft. Und vor allem: Sie erneuert sich in jedem Jahr." Das funktioniere mal besser, mal schlechter. "Aber insgesamt geht es immer aufwärts." Die gute Beziehung zwischen den beiden Nationen lasse sich inzwischen auch an konkreten Zahlen ablesen. "Mit 350 000 Besucher im Jahr bilden die Menschen aus Großbritannien die größte Besuchergruppe aus dem Ausland in Berlin", so Gill. Und auch anders herum gelte: "Bei jungen Leuten in Deutschland ist England ein Hit."


Ralf Liptau / flip
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