Richtfest für Intercity-Hotel am Hauptbahnhof

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, Steigenberger-Vorstand Matthias Heck (links) und Wilhelm Brandt von der CA Immo beim Richtfest. (Foto: Dirk Jericho)

Tiergarten. Die Entwicklung der Europacity am Hauptbahnhof gewinnt weiter an Fahrt. Südlich werden zwei neue Hotels gebaut.

Steffi Wisotzky ist bisher Chefin eines einzigen Zimmers. Doch das ist nur das Musterzimmer im derzeitigen Rohbau. Wenn das Intercity-Hotel in einem Jahr eröffnet, leitet die junge Direktorin ein Haus mit 412 Zimmern. Das neue Intercity-Hotel der Steigenberger-Gruppe soll als größtes Hotel in Berlin "das Flaggschiff werden", wie Steigenberger-Vorstand Matthias Heck beim Richtfest sagte. Steffi Wisotzky führt seit Monaten Einstellungsgespräche im Baucontainer auf der Baustelle. Etwa 80 Mitarbeiter werden in dem Intercity-Hotel arbeiten. Die Steigenberger-Gruppe ist von Berlin "als Nabel der Welt", so Heck, überzeugt und hat gerade mit dem Bau ihres sechsten Hotels in der Hauptstadt direkt daneben begonnen. Das Steigenberger Hotel am Kanzleramt mit 320 Zimmern soll als Premiumhotel im April 2014 eröffnen. Beide Hotels gehören zur Europacity, die sich entlang der Heidestraße bis zur Perleberger Brücke erstreckt. Südlich des Bahnhofs sind noch drei weitere Gebäude geplant. Das InterCityHotel gehört zu einem Karree von vier Häusern. Das Grundstück daneben hat das Immobilienunternehmen CA Immo an einen Investor aus der Gesundheitsbranche verkauft, der dort möglicherweise eine Privatklinik baut.

Das 53 Millionen Euro teure Intercity-Hotel baut CA Immo selbst und verpachtet es. Senatsbaudirektorin Regula Lüscher lobte beim Richtfest die Architektur des 30 Meter hohen Hauses. Die Architekten vom Büro Reichel+ Stauth hatten mit ihrer Fassade aus hellem Naturstein einen Wettbewerb gewonnen. Die Entwürfe für das Intercity-Hotel wurden auch im Baukollegium des Senats bewertet. Darauf besteht Lüscher seit den Diskussionen um das Meininger Hotel, das direkt an der südlichen Bahnhofskante steht. Kritiker hatten die Fassade als billig bezeichnet. Regula Lüscher findet es gut, "dass in Berlin soviel gemeckert wird". Die Diskussionen helfen bei ihrer Forderung, Architektenwettbewerbe durchzuführen. Die Häuser stünden schließlich Jahrzehnte. "Wenn man sich ein Kleid kauft, nimmt man auch nicht das erste Beste, sondern probiert mehrere an", sagte die Senatsbaudirektorin.


Dirk Jericho / DJ
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