Schule schützt sich vor Straßenstrich

Tiergarten. Die Straßenprostitution in der Kurfürstenstraße wirkt sich natürlich auch auf benachbarten Schulen und Spielplätze aus.

Sex gegen Geld ist in Deutschland erlaubt. So müssen die anderen mit den entsprechenden negativen Begleiterscheinungen dieses Gewerbes zurecht kommen. Das Französische Gymnasium in der Derfflingerstraße 7 beispielsweise sammelt Kondome, Spritzen und andere Hinterlassenschaften der Freier jeden Morgen vor Schulbeginn ein. Für ein besseres Sicherheitsgefühl soll der Hausmeister eine Dienstwohnung auf dem Schulgelände beziehen. Das Problem sei nicht das Schulgelände selbst, sondern der daneben liegende öffentlich zugängliche Parkplatz, betont Jugendstadträtin Sabine Smentek (SPD). Und der Spielplatz in der Else-Lasker-Schüler-Straße. Bekanntlich soll er umgestaltet werden. Und mit Einsatz eines Schließdienstes, wie Alev Deniz, die jugendpolitische Sprecherin der SPD in der Bezirksverordnetenversammlung, hofft.

Angedacht ist zudem, einen Zaun um das Gymnasium zu ziehen. Dazu hat im Frühsommer eine Besichtigung durch das Schulamt und die Schulleitung stattgefunden. Weil das gesamte Schulensemble denkmalgeschützt ist, müsste ein solcher Zaun nach altem Vorbild errichtet werden. Die Stadträtin rechnet mit sechsstelligen Kosten. "Alternativen werden derzeit mit der Denkmalschutzbehörde geprüft", so Sabine Smentek.

Die SPD-Fraktion kann sich eine Finanzierung des Zauns durch Parkgebühren auf dem Schulparkplatz vorstellen. "Während alle Mitarbeiter im Bezirk im Monat 30 Euro pro Parkplatz zahlen müssen, hat man dies beim Schulparkplatz bisher vergessen", merkt der Bezirksverordnete Thorsten Lüthke (SPD) an.


Karen Noetzel / KEN
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