Meng Meng und Jiao Qing kommen am 24. Juni in Berlin an

Dr. Andreas Ochs und Jörg Bodenröder (re.) freuen sich auf die beiden neuen Bewohner der Panda-Anlage. (Foto: Regina Friedrich)
Berlin: Zoo Berlin |

Tiergarten. Bambussnacks, eine kuschelweiche Box und eine Sonderlandeerlaubnis in Schönefeld – für die Neuberliner Meng Meng und Jiao Qing werden keine Mühen gescheut. Am 24. Juni landen die Großpandas in Berlin.

Pferde, Nashörner, Elefanten sind schon mit Lufthansa Cargo geflogen, aber eigentlich sind Fische seine häufigsten Fluggäste, erzählt Jörg Bodenröder, Leiter Tiertransporte und Tierschutzbeauftragter der Lufthansa Cargo. Aber dieser Flug von Peking nach Berlin ist doch etwas Besonderes. Um ihnen Stress zu ersparen, fliegen die Pandas über Nowosibirsk nach Berlin, die Flugzeit ist knapp zwölfeinhalb Stunden. Pandas sind ja Sensibelchen und sehr wählerisch beim Futter.

Bambus an Bord

Deshalb bekommen sie ein spezielles Catering: „Wir haben Bambus an Bord und Pandakekse, die nach einem speziellen chinesischen Rezept zubereitet sind“, sagt Dr. Andreas Ochs, der Leitende Zoo-Tierarzt, der den Transport auch begleitet. Es gibt genug Wasser und Transportboxen mit Saugmatten, damit die Pandas trocken und ohne Geruchsbelästigung den Flug überstehen. Die Boxen stehen einige Tage vor der Abreise in ihrem Gehege, damit sie sich an sie gewöhnen und schon mal Probe liegen können.

Während des gesamten Fluges sorgen zwei chinesische Tierpfleger und Dr. Ochs für die beiden VIP-Passagiere. „Pandas sind relativ ausgeglichen, nur wenn sie sich nicht leiden können, langen sie schon mal kräftig zu“, weiß der Zoo-Tierarzt.

Noch kein Kontakt

Das wird übrigens spannend, denn bis jetzt sind sich die beiden noch nicht begegnet. Auch im Zoo hat jeder seinen eigenen Bereich. Pandas sind Einzelgänger und wegen ihrer nährstoffarmen Ernährung mit Bambus sowieso die meiste Zeit mit Fressen und Schlafen beschäftigt.

Noch wird an ihrem neuem Zuhause gearbeitet. Auch da alles vom Feinsten. Beide haben jeweils einen Klettergarten im Innengehege und einen Kletterwald auf der Außenanlage. Es gibt einen eigenen Behandlungsraum für den Tierarzt und eine Kühlkammer für ihre Leibspeise Bambus. „Träumchen“ und „Schätzchen“, so die Übersetzung der chinesischen Namen Meng Meng (ausgesprochen Möng Möng) und Jiao Qing, sollen sich wohlfühlen in Berlin. ReF
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