Potsdamer Straße als wichtiger Standort für Kunst und Kultur

Berlin: Potsdamer Straße |

Schöneberg. Die Potsdamer Straße als Flaniermeile zum Kulturforum: das war Thema des zweiten Workshops für einen Leitfaden zur Aufwertung der Magistrale.

Dabei wurde auf ein über zehn Jahre altes Gutachten des Stadtplanungsbüros Topos zurückgegriffen. Das hatte schon 2003 das Ziel formuliert, die Potsdamer Straße zum Boulevard umzugestalten. Die Vorschläge wurden nicht umgesetzt. „Die Ergebnisse sind immer noch aktuell“, sagte Kerstin Lassnig vom Büro „urbos“. Es arbeitet in Kooperation mit den Quartiersmanagements Schöneberger Norden und Magedeburger Platz – Tiergarten-Süd und unter Bürgerbeteiligung ein Leitbild aus.

Damals wie heute spielen Kunst und Kultur eine zentrale Rolle, bemerkte die Leiterin der kommunalen Galerie „Haus am Kleistpark“, Barbara Esch Marowski. Wo einst so berühmte Galeristen wie Hans und Bruno Cassirer wirkten, präsentieren heute international aufgestellte Galerien Gegenwartskunst. Daneben es gebe Ausstellungshäuser, die ihren Fokus auf Berlin legen, und kleine, engagiert betriebene Galerien, die aber kaum existenzsichernd arbeiten. Dieses „große Spektrum“ müsse unbedingt erhalten bleiben, forderte Esch Marowski. Kunst und Kultur seien bedeutende Standortfaktoren in Berlin, mit „positivem wirtschaftlichem Effekt“. Erreichbar sei das durch ein nachhaltiges Immobilienmanagement, staatliche Förderung, Atelierprogramme für Künstler vor Ort, Kunstaktionen im öffentlichen Raum.

Solche organisiert beispielsweise die Kinderkunstmagistrale. Seit 2014 ist das vom Bund geförderte Projekt ein Verein, dessen Team aus Künstlern, Kunsthandwerkern, Studierenden, Pädagogen und Anwohnern „Kunst zum Mitmachen“ für Drei- bis 13-Jährige anbietet.

Damit die Potsdamer Straße wieder alten Glanz versprühen kann, muss ihr Erscheinungsbild anders werden. Kerstin Lassnig sagte, wie: durch schönere Aufenthaltsorte, geschlossene Baulücken, renovierte Fassaden, einheitliche Markisen, bessere Beleuchtung, einheitliche Bepflanzung, mehr Bäume, qualitätsvolle Werbung und originellere Schaufenstergestaltung.

Infos: www.tiergarten-sued.de, www.schoeneberger-norden.de, www.kinderkunstmagistrale.de. KEN
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