CDU möchte an früheres Jagdschloss erinnern

Umstrittene Westfront. Die CDU möchte das Jagdschloss Glienicke aus dem 19. Jahrhundert auf einer Stele abbilden. (Foto: M. Schmidt)

Wannsee. Eine Bild- und Informationstafel am Jagdschloss Glienicke soll nach dem Willen der CDU-Fraktion in der BVV an das alte Gebäude erinnern, wie es noch 1958 vorzufinden gewesen sei.

Die Abbildung solle die im 19. Jahrhundert geschaffene Fassade mit Hochterrasse und Freitreppe widerspiegeln, so der Antrag. Die Renovierung des durch Feuer zerstörten Westportals war im November 2012 gegen heftigen öffentlichen Widerstand fertig geworden. 1964 hatte der Architekt Max Taut eine moderne Glasfassade geschaffen.Der Begleittext, so die Christdemokraten, sollte "die kulturgeschichtliche Entwicklung des Schlosses und seiner Umgebung einschließlich der bis 2012 geführten Auseinandersetzung über den Wiederaufbau des zerstörten Erkers behandeln."

Hierbei soll auch der einstimmige Beschluss der BVV Steglitz-Zehlendorf 2012 sowie die zahlreichen Bürgerinitiativen und Unterschriftensammlungen Erwähnung finden, "die sich für die Rekonstruktion der Gartenfassade nach Albert Geyer im Baustil des 19. Jahrhunderts eingesetzt haben und die durch den Landeskonservator ignoriert wurden", heißt es im CDU-Antrag. Er wurde in den Kulturausschuss zur weiteren Beratung überwiesen.


Martinus Schmidt / mst
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