Im Mai trauen sich die meisten Paare

Anna Gerhardt und Tim Carlsen (beide 27) haben die Kirche in Nikolskoe bei einem Ausflug besucht. (Foto: M. Schmidt)

Wannsee. Im Wonnemonat Mai finden die meisten Paare den Weg zum Standesamt. Beliebte Trauungsorte im Bezirk sind der Botanische Garten, das Wrangelschlösschen und die Kirche "St. Peter und Paul" in Nikolskoe.

Die hellbraune Ziegelkirche an der Havel von 1837 ist ein begehrter Ort für junge Paare, die den kirchlichen Segen für ihre Ehe wünschen. Laut Küster Hartwig Klipstein finden rund 85 Hochzeiten im Jahr an dem idyllischen Ort statt. "Die Brautpaare kommen nicht nur aus Steglitz-Zehlendorf oder aus Berlin, sondern sogar aus dem Ausland, um hier zu heiraten", erzählt Klipstein. 250 Euro muss ein Paar allerdings für die Zeremonie bezahlen. Darin enthalten sei der Blumenschmuck und die Orgelmusik von Katharina Böttcher.

Beliebt auch bei Taufen

Von der Kirche "St. Peter und Paul" aus haben die Brautleute einen freien Blick auf die Pfaueninsel und nach Kladow und jede Stunde ertönt das Glockenspiel. Eine eigene Gemeinde hat das von Wald und Wasser umgebene Gotteshaus nicht. Außer Brautpaaren kommen Jubilare zur Goldenen Hochzeit oder junge Eltern zur Nikolskoer Kirche, die ihren Sprössling taufen lassen. Diese Gottesdienste hält Pfarrer Claus Marcus, der früher in Wannsee predigte.

Im Mai ist der Andrang in der Kirche besonders groß. Am Sonnabend, 4. Mai, seien allein drei Trauungen geplant, sagt der Küster. Selbst ohne kirchlichen Segen ist der Wonnemonat eine Hochzeit für Eheschließungen. Die warmen Monate seien zum Heiraten "höher frequentiert", sagt der Chef des bezirklichen Standesamtes, Uwe Böhlert. Insgesamt hätten im vergangenen Jahr 1165 Paare "Ja" gesagt, darunter auch 45 zu einer gleichgeschlechtlichen "Lebenspartnerschaft."

Ebbe im Winter

Von 40 auf 80 steige in den Wochen ab April die Zahl der Trauungen, so der Beamte, der seit Oktober 2007 das Standesamt in Steglitz-Zehlendorf leitet. Dagegen seien der Monat November sowie die Zeit von Januar bis März am wenigsten beliebt.

Vier weibliche und vier männliche Kollegen halten im Bezirk die Trauungszeremonie, außer am Freitag auch am Sonnabend. Dies kostet laut Böhlert dann 60 Euro extra. Zuschläge nimmt das Standesamt ebenfalls für Außentermine im Botanischen Garten oder im Wrangelschloss. Hier betragen sie 70 Euro.


Martinus Schmidt / mst
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