Tiere aus Werneuchen beweiden Wiese auf der Pfaueninsel

Bis zum Oktober beweiden vier Wasserbüffel (zwei Kühe und zwei Kälber) die Feuchtwiesen nahe der Meierei. (Foto: Kahle)

Wannsee. Seit Ende Mai ist die Pfaueninsel wieder Heimat von vier Wasserbüffeln. Bis Oktober werden sie die Feuchtwiese unweit der Meierei abgrasen und von Sträuchern und Bäumen freihalten.

Wasserbüffel gehören zu den Rindern und kommen ursprünglich aus Asien. Sie wurden bereits vor mehreren tausend Jahren domestiziert. Die genügsamen Tiere lieben offene Feuchtgebiete, Sumpfwälder und dicht bewachsene Flusstäler. Die weit auseinander gespreizten Hufe geben ihnen in ihrem sumpfigen Lebensraum sicheren Halt.

Bereits zwischen 1801 und 1842 wurden Wasserbüffel auf der Pfaueninsel als Exoten gehalten. Mit der Auflösung der königlichen Menagerie gingen die Tiere damals an den künftigen Berliner Zoo.

Die heutigen Exemplare stammen aus der Wasserbüffelzucht von Sonja Moor. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Fernsehmoderator Max Moor, betreibt die Filmproduzentin in Hirschfelde bei Werneuchen einen Bio-Bauernhof. Seit 2010 leiht sie jeden Sommer einige ihrer Tiere für die Pfaueninsel aus.

Die Beweidung mit den ruhigen Tieren hat sich als Alternative zum maschinellen Mähen zugunsten seltener Pflanzenarten bewährt, denn die Wasserbüffel halten die artenreichen Feuchtwiesenbiotope fressend von Gehölzen frei. Zudem vermitteln die Tiere den Besuchern eindrucksvoll die frühere Weidenutzung der Pfaueninsel.

Wasserbüffel sind ebenso intelligent wie charakterstark, ebenso imposant wie anhänglich. Sie leben ganzjährig im Freien, wachsen im Familienverband auf. Besucher der Pfaueninsel brauchen keine Angst vor den großen Tieren zu haben. Wasserbüffel verhalten sich gegenüber Menschen friedlich. Zudem ist die Weidefläche mit einem Elektrozaun umgeben. Auch die eigentlichen Hausherren auf der Insel, die Pfauen, hatten bisher keine Probleme mit den mächtigen Gästen, die ausgewachsen durchschnittlich eine halbe Tonne auf die Waage bringen.

Auf die Pfaueninsel gelangt man über den Nikolskoer Weg nur mit Hilfe der Fähre. Sie fährt im Sommer stündlich 8 bis 21 Uhr oder bei Andrang nach Bedarf. Die Überfahrt kostet drei, ermäßigt 2,50 Euro.


Michael Kahle / m.k.
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